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Auswärtsserie gerissen

20130330Erzen

Hammer SpVg wacht beim 0:2 gegen SC Roland Beckum zu spät auf

BECKUM • Schiedsrichter Jens Jeromin hatte kaum abgepfiffen, da waren die meisten Spieler der Hammer SpVg und Trainer Sven Heinze bereits auf geradem Weg in Richtung Kabine. Sie waren enttäuscht über die 0:2-Niederlage beim SC Roland Beckum, unzufrieden mit ihrer Leistung und sauer auf das Gespann, das in der 79. Minute Michael Erzens Kopfball-Tor zum 1:1 aberkannt hatte.

Dass Hamms Serie von Auswärtssiegen in Beckum riss, lag nicht allein am Gespann. Nicht zum ersten Mal seit der Winterpause hatten sich die HSV-Spieler mit einer schwachen ersten Halbzeit selbst unter Druck gesetzt. Die Problemzone des Teams, in dem erneut der angeschlagene Torjäger Jochen Höfler fehlte, war vor der Pause vor allem das zentrale Mittelfeld, das offensiv kaum Impulse gab und defensiv Räume ließ, in die Beckums Spieler stießen.

Bereits nach einer Viertelstunde hätte es 2:0 für Beckum heißen können, doch erst trat Krumpietz über den Ball (11.), dann schoss Frank über das Tor (15.). Drei Minuten später lief Ucar, am Donnerstag Beckums Bester, fast ungehindert bis zur Strafraumgrenze durch und zog ab. Sein Schuss wurde unhaltbar für HSV-Keeper Alexander Kuschmann zum 1:0 abgefälscht (18.).

Danach zogen sich die Gastgeber, bei denen der Ex-Hammer Florian Gehrmann von Beginn an über die rechte Seite stürmte, zurück. Sie blieben aber mit Kontern gefährlich. Nach einem HSV-Ballverlust im Aufbau bediente Ucar Sturmspitze Laumann, der jedoch seinen Meister in Kuschmann fand (30.). Eine Minute später zischte Ucars 20-Meter-Freistoß am rechten Pfosten vorbei. Die HSV brachte das Tor der Gastgeber kaum in Gefahr. Ferhat Cercis Schuss aus halblinker Position ging weit daneben (35.).

Personell unverändert begannen beide Teams die zweite Halbzeit. Heinze hatte allerdings das offensive Mittelfeld komplett umgestellt. Felix Backszat rückte in die Mitte, Erzen nach links und Cerci nach rechts. Die Hammer ließen den Ball nun schneller laufen und agierten mehr, als dass sie reagierten. All das führte zu einer optischen Überlegenheit, aber zunächst nicht zu großen Chancen. Die hatte Beckum: Ucars scharfe Hereingabe fand den eigenen Mann nicht (58.), kurz darauf wurde Laumanns Tor wegen Abseits abgepfiffen (60.).

Erzen war es, der in der 69. Minute den ersten gefährlichen Hammer Schuss abgab. Es folgten in kurzen Abständen Schüsse des aufgerückten Michael Kaminski (70., 74.). Dazwischen verlor der Linksverteidiger ein Duell gegen Gehrmann, dessen Versuch aber in den Armen von Kuschmann landete. In der Schlussphase kam es dick für die Gäste: Erst Abseitspfiff statt Ausgleich (79.), dann Laumanns Konter-Tor zum 2:0 (87.), das die Entscheidung brachte.

„Seit vier Wochen fangen wir schlecht an und geben erst in der zweiten Halbzeit Gas. Diesmal hat es nicht gereicht. Beckum war galliger als wir“, sagte Kapitän Pascal Harder als einer der wenigen HSVer, die nach dem Schlusspfiff nicht sofort in die Kabine gegangen waren. „Ich habe noch nie eine Tabelle nach dem 20. Spieltag gesehen, in der alles so eng beieinander lag. Wenn wir uns nicht langsam am Riemen reißen, wird es noch schwer für uns“, warnte Harder. sst

SC Roland Beckum: Sandhowe – Vogel, Krumpietz, Eising, Jonca – Krahn, Jenke (72. Remmert) – Gehrmann (80. Debowiak), Ucar (90. Krämer), Frank – Laumann
Hammer SpVg: Kuschmann – Müller, Baum, Harder, Kaminski – Glöden, Krautwurst (60. Schaffer) – Backszat (90. Schiller), Erzen, Cerci – Greco (81. Falk)
Schiedsrichter: Jens Jeromin (SV Langendreer/Bochum)
Zuschauer: 320
Tore: 1:0 (18.) Ucar, 2:0 (87.) Laumann
Gelbe Karten: Krahn, Ucar / Erzen

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