Mehr Leidenschaft

Kategorie: Erste Mannschaft
Veröffentlicht am Mittwoch, 17. April 2013 23:51
20130417Heinze

Die HSV trifft heute auf Herne

HAMM • Nur vier Tage nach dem enttäuschenden 2:2 gegen den FC Gütersloh besitzt Fußball-Oberligist Hammer SpVg am Donnerstag um 18.15 Uhr in der Evora Arena die nächste Chance, sich mit einem Sieg im Nachholspiel gegen den Tabellenvorletzten Westfalia Herne weiter von den Abstiegsplätzen abzusetzen.
Von Wiedergutmachung will HSV-Trainer Sven Heinze im Vorfeld dieser so wichtigen Begegnung nicht reden. „Man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen“, betont der Coach. „Wir haben keine Klatsche bekommen, auch nicht verloren und immerhin einen Punkt geholt. Sicherlich waren wir mit der Leistung nicht zufrieden und wissen, dass wir gerade vor eigenem Publikum mehr zeigen müssen.“ Damit meint Heinze in erster Linie Kampf und Leidenschaft. Eigenschaften, die er gegen Gütersloh vor allem nach der Pause vermisste. Zu Beginn der Woche wurde die Partie wie gewohnt im Mannschaftskreis aufgearbeitet. Und der Trainer stellte fest, dass es in den eigenen Reihen zumindest an Selbstkritik nicht mangelt: „Jeder weiß, dass er gegen Herne auf jeden Fall mehr zeigen muss, wenn wir etwas erreichen wollen.“

Zufrieden war der Hammer Trainer allerdings mit dem Jugendspieler Emre Demir, der auf der linken Außenposition im Mittelfeld sein Debüt in der Startelf gab und laut Heinze dabei nicht enttäuschte. Die Nominierung des Nachwuchsmannes wollte er auch nicht als Zeichen oder Warnung an die erfahrenene Akteure gewertet wissen, die zunächst auf der Bank saßen. „Ich stelle immer die Leute auf, die meiner Meinung nach auf der Position aktuell das Bestmögliche für die Mannschaft leisten. Emre hat seine Sache ordentlich gemacht und gehört auf jeden Fall erneut zum Kader. Und seine Chancen sind nicht schlecht, auch wieder zu Beginn auf dem Platz zu stehen.“ Ob die Leistung gegen Gütersloh personelle Konsequenzen nach sich ziehen wird, ließ Heinze offen. Innenverteidiger Pascal Harder, der sich gegen die Ostwestfalen eine Nackenverletzung zuzog, steht vermutlich wieder zur Verfügung. Dem Kapitän wurde am Montag ein Halswirbel eingerenkt. Deshalb setzte er auch einmal mit dem Training aus.

Mit der Westfalia erwarten die Hammer eine sehr junge und kampfstarke Truppe. „Herne wird uns sicherlich alles abverlangen“, betonte Heinze. „Jeder muss bereit sein, in dieser Partie in puncto Einsatz und Willen alles abzurufen.“ Ein Erfolg in dieser Nachholbegegnung würde den Rot-Weißen erst einmal etwas Luft im Kampf gegen den Abstieg verschaffen.  P. Sch.

Quelle: Westfälischer Anzeiger