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Offener Szenenapplaus

20130826Schaffer

HAMMER SPVG – TUS ERNDTEBRÜCK 3:1 HSV beeindruckt beim Heimdebüt

HAMM • Fehlstart verhindert, Ausrufezeichen gesetzt – mit einer beeindruckenden Vorstellung hat die Hammer SpVg ihr Heimdebüt vor 500 Zuschauern dank der Tore von Daniel Schaffer (2) und Emre Demir mit 3:1 (2:0) gewonnen – nicht gegen irgendeine Mannschaft, sondern gegen den TuS Erndtebrück, den viele zum engen Kreis der Aufstiegsfavoriten zählen.

In der Evora Arena blieben die Siegerländer den Nachweis ihrer Klasse allerdings schuldig. Bis auf die Anfangsphasen von erster und zweiter Halbzeit war die Elf des neuen Trainers Florian Schnorrenberg seltsam blass. „Wir hatten sicher auch Glück, dass Erndtebrück einen schwachen Tag erwischt hat“, sagte HSV-Trainer Goran Barjaktarevic, der in der allgemeinen Freude und Erleichterung über den Erfolg betont cool blieb: „Es gibt gute, sehr gute und super Spiele. Dies war ein gutes.“ Schnorrenberg bot mehr. Er bezeichnete die HSV als „sehr, sehr gute Mannschaft“ und freute sich auf die bevorstehenden vier Trainingstage. Sein Tonfall ließ vermuten, dass sich seine Spieler nicht darüber freuen werden.

Barjaktarevic hatte sein Team gegenüber dem 0:1 in Ahlen taktisch wie personell verändert: Rouven Meschede, Daniel Schaffer, Emre Demir und Eymen Brahim rückten für Ferhat Cerci, Oliver Glöden, Ersin Kusakci und den verletzten Luc Ndjock in die Startelf. Meschede gab im 4-1- 4-1-System den Solo-Sechser. Dursun Akdag rückte nach vorn, wo er seine Offensiv- Qualitäten besser zur Geltung bringen konnte. Die Bank war mit Glöden, Cerci, Michael Baum, Michael Erzen, Nils Hönicke und Ersin Kusakci namhaft besetzt.

Die Veränderungen zeigten Wirkung: „Die Mannschaft ist ja kaum wiederzuerkennen“, sagte Zaungast Felix Backszat, der nur sechs Tage zuvor mit Ahlen die HSV besiegt hatte. Nach einer Anfangsviertelstunde mit optischen Vorteilen für die Gäste gelang den Hammern das, was sie in Ahlen nicht geschafft hatten: ein frühes Tor. Eine schnelle Kombination über Demir und Jochen Höfler nach Ballgewinn im Mittelfeld schloss Schaffer mit dem Treffer zum 1:0 ab (16.) – ganz so, wie es Barjaktarevic gern sieht: „Das war eine super Aktion. Dieses schnelle Umschalten erwarte ich von den Spielern.“

Er bekam noch mehr davon zu sehen. Eine Ballstafette mit Meschede, Schaffer und Höfler nur zwei Minuten später führte zwar nicht zum 2:0, aber zu offenem Szenenapplaus des in der vergangenen Saison nicht gerade verwöhnten Heimpublikums. Es war nicht der letzte Applaus. In der 28. Minute schlug die HSV erneut zu. Demir leitete sein Tor mit einem langen Pass aus dem Mittelfeld selbst ein. Über Höfler und Schaffer, der uneigennützig querlegte, kam der Ball zurück zum mitgelaufenen Demir, dessen Kullerball im Netz landete. Keine 120 Sekunden später hatte der frei aufs Tor zulaufende Höfler die Entscheidung auf dem Fuß. Der diesmal glücklose Torjäger trat den Ball jedoch über die Latte. Die letzte Chance der ersten Halbzeit hatte Rechtsverteidiger Dennis Jungk, dessen Schuss nach einem Vorstoß knapp daneben ging (42.). Die einzige Erndtebrücker Chance der ersten Halbzeit vergab Andre Schilamow. Sein Versuch – halb Schuss, halb Flanke – ging ins Aus (32.).

Die zweite Halbzeit leiteten die Siegerländer mit einer Serie von Eckbällen ein, von denen allerdings keiner große Gefahr heraufbeschwor. Erneut war es Schaffer, der dem Gegner die Luft aus den Segeln nahm: Er legte nach einem herrlichen Pass von Meschede aus dem Mittelfeld das 3:0 (54.) nach. Das Spiel – nun wieder voll unter HSVKontrolle – war entschieden.

Es begann der eintönige Teil der Partie – der Teil, mit dem sich Barjaktarevic in dieser Woche im Training beschäftigen wird, denn die HSV verpasste durch schlampig ausgespielte Konter und unplatzierte Schüsse ein mögliches Schützenfest. Und die Gäste? Der von den HSV-Innenverteidigern Sebastian Krug und Sefa Arslan abgemeldete Torjäger Markus Waldrich versuchte es in seiner Verzweiflung mit der Hand, was ihm kein Tor, aber eine Gelbe Karte einbrachte (76.). In der 86. Minute gelang ihm nach einer der wenigen Unaufmerksamkeiten der HSV noch der Ehrentreffer zum 3:1. Für Hamm war es an diesem Tag nicht mehr als ein Schönheitsfehler. sst

Hammer SpVg: Gioudas – Jungk, Arslan, Krug, Oscislawski – Meschede – Schaffer (64. Kusakci), Akdag, Demir (69. Cerci), Brahim (76. Erzen) – Höfler
TuS Erndtebrück: Bäcker – Tuysuz, Schneider (32. Flender), Wahl, Lima Ribeiro – Saidi, Ziegler – Schilamow (75. Hinkel), Böhmer, Runkel (46. Matuwila) – Waldrich
Schiedsrichterin: Kathrin Heimann (Gladbeck)
Zuschauer: 500
Tore: 1:0 Schaffer (16.), 2:0 Demir (28.), 3:0 Schaffer (54.), 3:1 Waldrich (86.)
Gelbe Karten: Meschede / Saidi, Waldrich, Böhmer




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