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Von Banksitzern zu Matchwinnern

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Daniel Schaffer und Rouven Meschede zeigen ihr bestes Spiel im HSV-Trikot

HAMM • Wer nach 64 Spielminuten ausgewechselt wird, ist in der Regel verletzt, Opfer eines Taktikwechsels oder ganz einfach schlecht gewesen. Auf Daniel Schaffer traf nichts davon zu. Als er in der 64. Minute das Feld verlassen musste, bekam er lang anhaltenden Applaus von der Tribüne. Und das zurecht, denn der 25-jährige Lünener stach aus einem geschlossen guten Team heraus. Er war an fast jeder torgefährlichen Aktion des HSV beteiligt gewesen.

„Ich bin zufrieden mit der gesamten Mannschaft. Der Trainer hat uns gut auf den Gegner eingestellt. Wer dann am Ende die Tore macht, ist egal. Wichtig war, nicht mit noch einer Niederlage zu starten. Das wäre der Super- Gau gewesen“, sagte Schaffer, der mit zwei Toren, einer Torvorlage und vielen weiteren gelungenen Aktionen sein wohl bestes Spiel im Trikot der Hammer SpVg gemacht hatte. In der ersten Partie gegen Ahlen (0:1) hatte er noch 90 Minuten lang auf der Bank gesessen. Am Samstag spielte er von Beginn an auf der rechten Mittelfeldseite und machte dort mit seiner Dynamik und mit direkten Pässen das Spiel so schnell, dass Erndtebrücks Trainer Florian Schnorrenberg den bemitleidenswerten Gegenspieler Christian Runkel in der Halbzeit durch Jose Matuwila ersetzte. Doch auch der lief nur hinterher, als Schaffer in der 54. Minute nach vorn stieß und eiskalt das 3:0 markierte.

„Ich habe in den letzten Vorbereitungsspielen wegen einer Verletzung gefehlt, daher war ich nicht verwundert, dass ich in Ahlen auf der Bank gesessen habe“, sagte Schaffer, der aber nicht ausschließen wollte, dass er am Freitag in der vorgezogenen Partie bei der TSG Sprockhövel (19.30 Uhr) genau da wieder sitzen wird. „Wir haben 18 richtig gute Leute. Da kann es echt gut sein, dass ich nicht von Anfang an spiele“, so Schaffer. Sein Trainer Goran Barjaktarevic verkniff sich zwar eine detaillierte Einzelkritik, sagte aber: „Wir haben Spieler mit verschiedenen Qualitäten, die wir je nach Gegner einsetzen. Meschede, Schaffer, Demir – die Spieler insgesamt haben ihre Aufgaben sehr vernünftig erledigt.“

Das dritte Tor gegen Erndtebrück war für einen anderen HSVer etwas Besonderes: Rouven Meschede krönte mit dem präzisen Pass in Schaffers Lauf eine Leistung, die ihm nach Spielschluss großes Schulterklopfen einbrachte. Er hatte mit seinen konsequent nachsetzenden Nebenleuten großen Anteil daran, dass Erndtebrück wenig Druck auf die HSV-Abwehr aufbauen konnte. „Wir wollten das Spiel schnell machen. Das ist uns gelungen“, sagte Meschede und lobte mit fast den selben Worten wie Schaffer das Team und den neuen Zusammenhalt. Ansonsten blieb der 22-jährige Hammer nüchtern: „Hauptsache, wir haben jetzt drei Punkte und stehen am Ende der Saison besser da als in der vergangenen Spielzeit.“ sst

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