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Halbes Dutzend

20130930_RoedinghausenAufstiegsfavorit Rödinghausen nutzt Fehler gnadenlos

Als der Unparteiische Philip Dräger die Partie abpfiff, dürfte es für die meisten HSVer, sei es Spieler, Trainer, aber auch Fans, eine große Erlösung gewesen sein. Zahlreiche individuelle Fehler hatten für ein Debakel gesorgt, an dem am Ende Keeper Trifon Gioudas satte sechs Male hinter sich greifen musste.

HSV-Coach Goran Barjaktarevic musste seine Elf erneut wesentlich umstellen, da neben den Langzeitverletzten Tran, Sichler und Kaminski inzwischen auch Sebastian Krug (Bänderriss im Sprunggelenk) und Emre Demir (Sehnenentzündung) für mehrere Wochen ausfallen, Oliver Glöden fehlte krankheitsbedingt. Ferhat Cerci (Rückenprellung), Sefa Arslan (Hüftprellung) und Michael Oscislawski (Muskelverhärtung in der Wade) saßen formell auf der Bank, waren aufgrund ihrer Blessuren zuletzt jedoch nicht voll im Training. Zwölf 100 % fitte Feldspieler standen Barjaktarevic somit nur zur Verfügung. Die große Personalmisere sollte insbesondere durch ein Systemwechsel auf 4-2-3-1 aufgefangen werden, das für mehr defensive Stabilität sorgen sollte. Pascal Harder und Michael Baum stellten die Innenverteidigung und Dursun Akdag und Dennis Jungk liefen zusammen als Sechser auf, hinter Sturmspitze Jochen Höfler somit nur noch eine offensive Dreierkette mit Rouven Meschede in der Zentrale.

Etwas mehr als zehn Minuten waren ohne Höhepunkte gespielt, als mit einem von Michael Baum verursachten Freistoß das Unheil seinen Lauf nahm. Sören Siek nahm aus 20 Metern Maß und fand die Lücke in der Mauer. Der Ball schlug flach links unten ein, Gioudas ohne Chance. Es war der Auftakt einer Demonstration der Stärke der regionalligareifen Rödinghausener Elf, die nun die verunsicherte Hammer Elf in Grund und Boden spielte. Mit drei weiteren Gegentreffer bis zur Pause war die Hammer SpVg noch gut bedient. Ein Doppelpack von Francis Williams (31./36.) und Florian Rüters Tor mit dem Halbzeitpfiff stellten den 4:0-Pausenstand her.

In der zweiten Hälfte drosselte der SVR das Tempo. Die Mannen um HSV-Kapitän Jochen Höfler konnten nun ein wenig besser mitspielen, der erhoffte Ehrentreffer gelang trotz guter Möglichkeiten nicht mehr. Rödinghausen schlug noch zwei Mal zu, erneut Florian Rüter (71.) und der eingewechselte Manuel Eckel (90.) sorgten für einen souveränen 6:0-Kantersieg.

Zu allem Überfluss schied Pascal Harder eine Viertelstunde vor Ende mit einer Wadenverletzung aus, so dass Sefa Arslan notgedrungen eingewechselt werden musste. Die Hammer SpVg geht personell und sportlich auf dem Zahnfleisch. Der fünftletzte Tabellenplatz nach dem 7. Spieltag bedeutet noch nicht Alarmstufe Rot, könnte aber bei einem weiteren Misserfolg im Heimspiel gegen den Tabellendritten SC Roland Beckum am kommenden Donnerstag, 15 Uhr, dazu führen. - sb

7. Spieltag Oberliga Westfalen 2013/2014
SV Rödinghausen - Hammer SpVg 6:0 (4:0)
Rödinghausen: Schönwalder - Schneck, Saur, Kalkan, Schiffbänker - Krause, Buddecke, Siek (88. Leenemann), Rüter - Williams (75. Jaeschke), Bolat (62. Eckel)
HSV: Gioudas - Kusakci, Baum, Harder (75. Arslan), Ndjock (62. Hönicke) - Jungk (62. Brahim), Akdag - Schaffer, Meschede, Erzen - Höfler
Ersatzbank: Hunnewinkel - Oscislawski, Cerci
Tore: 1:0 Siek (13.), 2:0, 3:0 Williams (31./36.), 4:0 Rüter (45.), 5:0 Rüter (71.), 6:0 Eckel (90.)
Zuschauer: 783
Bes. Vorkommnis: Gioudas (HSV) hält Foulelfmeter von Schiffbänker (87.)
Schiedsrichter: Philip Dräger (Bielefeld)

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