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Lebenszeichen

SP082013001Nach frühem Rückstand Moral gezeigt

HSV-Coach Goran Barjaktarevic beließ es auf der Pressekonferenz bei wenigen Worten. Nach den deutlichen Niederlagen und der Schelte an seinen Spielern betonte er, dass diesmal nur Spieler auf dem Platz waren, die unter der Woche gezeigt haben, dass "sie laufen wollen". Durch diesen Einsatzwillen war die Hammer SpVg heute in der Lage gewesen, den frühen Rückstand in einen am Ende sicheren 3:1-Sieg umzumünzen.

Barjaktarevic hatte heute im offensiven 4-3-3 aufgestellt, Nils Hönicke, Eymen Brahim und Michael Oscislawski ersetzten Rouven Meschede, Luc Ndjock und Michael Baum in der Startelf. Nach kurzem Abtasten war es in der 5. Minute wie zuletzt häufig ein völlig unnötiger Ballverlust, der den Gegner zu einem Torerfolg kommen ließ. Knapp 30 Meter vor dem eigenen Tor wurde der Ball vertendelt, so dass Dursun Akdag einen Beckumer Angreifer nur durch ein Foul an der Strafraumgrenze stoppen konnte. Routinier Erdal Kaleoglu bediente sich seines Könnens und zirkelte den Ball über die Mauer unhaltbar in den linken Winkel.

Anders als zuletzt sahen die 420 Zuschauer aber sofort eine HSV-Mannschaft, die gewillt war, nicht wieder als Verlierer vom Platz zu gehen. In der 12. Minute musste SCR-Keeper Sebastian Wessel aus seinem Tor eilen, um einen Angriff der Hammer SpVg zu vereiteln. Ersin Kusakci nahm die Möglichkeit wahr, aus knapp 40 Metern auf das Tor zu schießen. Der hohe Ball senkte sich am Fünfmeterraum, der zurückgelaufene Wessel konnte den Ball in höchster Not abklatschen. Der Druck der Gastgeber führte in der 16. Minute zu einem Ballverlust auf Beckumer Seite in Nähe des Strafraums. Daniel Schaffer reagierte geistesgegenwärtig, drang in den Strafraum ein und passte zum links mitgelaufenen Jochen Höfler, der nur noch einschieben musste. Die offensive Dreierkette um Höfler mit Eymen Brahim links und Daniel Schaffer rechts hatte sich bereits bezahlt gemacht.

Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem sich die HSV aber ein optisches Übergewicht erarbeitete. Beckums Coach Ismail Atalan sah nach dem Spiel die Hammer SpVg in dieser Phase "einfach viel galliger, ohne das Tor seiner Mannen in größere Gefahr zu bringen." Mehrfache Standardsituationen wie gefährliche Ecken oder Freistöße durch Linksfuß Nils Hönicke führten zu Strafraumszenen, die jedoch letztendlich nicht zwingend genug waren. Kurz vor der Halbzeit war es noch der schnelle Eymen Brahim, der auf links durchgestartet war und Daniel Schaffer am kurzen Pfosten bediente, Wessel war jedoch auf dem Posten. Und die "nicht so galligen Beckumer" bereiteten bis zur Halbzeit HSV-Keeper Trifon Gioudas keine wirklichen Probleme mehr, so dass es mit dem Remis in die Pause ging.

Atalan wechselte zur Pause die blass gebliebene Offensivkraft Christian Debowiak aus und brachte den Ex-Rhyneraner Florian Gehrmann. Wacher aus der Halbzeit kam jedoch die Hammer SpVg. Dursun Akdag, heute im zentralen Mittelfeld mit den einsatzfreudigen Nils Hönicke auf links und Ersin Kusakci auf rechts, schickte nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff Sturmspitze Jochen Höfler steil. Gästetorwart Wessel kam heraus, wurde von Höfler umkurvt, dieser musste von außen wieder nach innen ziehen und wurde dabei von einem Beckumer Abwehrspieler gelegt. Schiedsrichter Thomas Altgeld zögerte keine Sekunde, Daniel Schaffer mit Selbstvertrauen aus dem bisherigen Spiel ebenfalls nicht. Er schnappte sich das Leder und verwandelte sicher links unten.

Der SC Roland Beckum fand nun aus seiner Lethargie und verstärkte nachvollziehbarerweise die Angriffsbemühungen. Ein Kopfball von Höveler (51.), Ucar per Freistoß (52.) und Torjäger Laumann mit einem sehenswerten Seitfallzieher (56.) hätten die Partie wieder kippen können. Doch als diese Bemühungen in den Folgeminuten weiterhin ohne Erfolg blieben, setzte die Barjaktarevic-Truppe in der 73. Minute den entscheidenden Dolchstoß. Der gut aufgelegte Schaffer wurde auf der rechten Seite mit einem hohen Ball bedient, vernaschte seinen Gegenspieler und zog in den Strafraum. Ersin Kusakci war mitaufgerückt und schloss Schaffers präzisen Pass direkt ab. Der Ball schlug kerzengerade in den Maschen ein.

Die Gäste machten nun auf, kamen auch zu Chancen, die Gioudas allesamt vereitelte. Die Mannen um HSV-Kapitän Höfler versäumten es, ihre Konter besser auszuspielen, so dass es beim 3:1 blieb. Ein Sieg, den sich die Hammer SpVg nach den zuletzt katastrophalen Leistungen durch Einsatzwillen und Laufbereitschaft am heutigen Tage mehr als verdient hat. Und vielleicht wird die heutige Aufstellung zum ersten Mal in dieser Saison auch am nächsten Spieltag wieder Bestand haben, denn wie Barjaktarevic ausdrücklich betonte, "es werden diejenigen spielen, die laufen". Das Vertrauen hat die Startelf am heutigen Tage auf jeden Fall bestätigt. - sb

8. Spieltag Oberliga Westfalen 2013/2014
Hammer SpVg - SC Roland Beckum 3:1 (1:1)
HSV: Gioudas - Jungk, Arslan, Harder, Oscislawski - Kusakci (76. Glöden), Akdag, Hönicke (68. Meschede) - Schaffer (90. Cerci), Höfler, Brahim
Beckum: Wessel - Dotor-Ledo, Höveler (65. Jonca), Eising, Pihl - Kaleoglu, Köse, Frank - Ucar - C. Debowiak (46. Gehrmann), Laumann (76. Mrowiec)
Tore: 0:1 Kaleoglu (5., direkter Freistoß), 1:1 Höfler (16., Vorlage Schaffer), 2:1 Schaffer (47., Elfmeter nach Foul an Höfler), 3:1 Kusakci (73., Vorlage Schaffer)
Zuschauer: 420
Schiedsrichter: Thomas Altgeld (TuS Stockum)


Fotostrecke
: Hammer SpVg - SC Roland Beckum - Fotos © 2013 HSV

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