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„Nach der Pause desolat“

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Hammer SpVg spielt zum vierten Mal in Folge 1:1

Elfmeter-Führung durch Kurtulus Öztürk reicht den Gästen nicht zum Sieg
HAMM • Holger Wortmann hatte lange am Spielfeldrand gehockt. War an der Linie auf- und abgegangen. Hatte versucht, irgendwie auf das Spiel seiner Mannschaft einzuwirken, die mit zunehmender Dauer den Faden verlor. Und hatte den Ausgleichstreffer des Hövelhofer SV fast schon erahnt. „Wir haben einfach verpasst, das 2:0 zu machen“, grantelte der Trainer des Fußball-Westfalenligisten Hammer SpVg. „Das war nach der Pause eine desolate Leistung meiner Mannschaft.“ Bis zur 80. Minute hatte der NRW-Liga-Absteiger im Waldstadion durch den Foulelfmetertreffer von Kurtulus Öztürk aus der 48. Minute geführt. Dann wirkte der Treffer von Hövelhofs Kapitän Matthias Kleinegrauthoff für Wortmann wie ein Fausthieb in die Magengrube. „Die Hövelhofer wollten doch nur diesen einen Punkt haben", sagte der 43-Jährige. „Und wir haben gegen diese biedere Mannschaft um das Gegentor gebettelt.“

Eine Meinung, die Stefan Weiß, Coach der Ostwestfalen, so nicht teilen mochte. „Die Hammer hatten ja im Grunde vor der Pause nur eine richtige Torchance“, sagte er. „Und nach dem Wechsel hat der Schiedsrichter uns ein klares Tor aberkannt. Dieser Punkt war für uns hochverdient.“

Wortmann musste wie angekündigt auf seinen Torjäger Markus Krawietz (Oberschenkelzerrung) verzichten. Dafür stand Kurtulus Öztürk wieder von Beginn an in der Schaltzentrale des defensiven Mittelfelds neben Sebastian Senger. Und die HSV war nach drei 1:1-Unentschieden in Folge von Beginn an bemüht, den bisher stark in der Liga aufspielenden Namensvetter zu beeindrucken. Was dabei herauskam, waren „60 Prozent Ballbesitz für Hamm“, wie Weiß zugab, aber wenig Dominanz vor dem Tor der Gastgeber. „Wir haben nur schön um den Strafraum herumgespielt“, befand HSV-Kapitän Alexander Thiele, der zudem mit ansehen musste, wie Osman Köse, der sich in der Spitze versuchen durfte, die einzige glasklare Möglichkeit der Gäste vor der Pause ausließ. Völlig frei vor Hövelhofs Keeper Marko Kirchhoff auftauchend, überlegte er so lange, bis der Torhüter den Winkel gut verkürzt hatte, um den Ball dann ins Niemandsland zu passen (26.). Auf der Gegenseite hatten die Hammer gleich doppelt Glück, als zunächst ein Kopfball von Kleinegrauthoff an den Pfosten prallte und Marcel Thieschneider das Leder nach der anschließenden Ecke frei stehend über das Tor jagte (37.).

Direkt nach der Pause folgte die beste Hammer Phase – eingeleitet durch den Elfmeter, den Sebastian Senger herausgeholt und Kurtulus Öztürk sicher verwandelt hatte (48.). Weitere Möglichkeiten für Osman Köse (50.), der knapp am langen Pfosten vorbeizielte, und den nach dem Wechsel für Marc Dyballa eingewechselten Kevin Lanzendörfer (57.), der für mehr Schwung nach vorne sorgte, folgten. Danach war es jedoch wieder vorbei mit der Hammer Herrlichkeit, weil sich die Mannschaft tief fallen ließ, nur noch auf lange Bälle nach vorne baute, die aber prompt wieder zurückkamen. Zunächst hatte die HSV noch Glück, als Schiedsrichter Alexander Koch ein Tor von Kleinegrauthoff wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gab (68.). Dann trafen die Gastgeber doch noch – in Person von Matthias Kleinegrauthoff. Was zumindest den Ärger der Gastgeber über die Rote Karte gegen den eingewechselten Christian Reischke (74.) linderte, die Thiele aber als absolut berechtigt ansah: „Er will über Dominique Nowak springen, merkt dann, dass der den Ball hat, und tritt ihm richtig in die Seite. Das war Rot.“ güna

Hövelhofer SV:
Kirchhoff – Schulz, Thieschnieder, Malena, Kleinegrauthoff (86. Dierks) – Wenkemann, Escherhaus (62. Ebrima) – Welker, Potempa, Urban (62. Reischke) – Mückenhaupt
Hammer SpVg:
Nowak – Blesz, Thiele, S. Dyballa, Kaminski – Öztürk, Senger – Backszat, M. Dyballa (46. Lanzendörfer), Aktas – Köse (75. Schiller)
Schiedsrichter:
Alexander Koch (Hamburg)
Zuschauer:
150
Tore:
0:1 (48., Foulelfmeter) Öztürk, 1:1 (80.) Kleinegrauthoff
Gelbe Karten:
Thieschnieder, Potempa, Kleinegrauthoff – Aktas, Backszat
Bes. Vorkommnisse:
Rote Karte für Reischke (Hövelhof, Tätlichkeit)

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