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Nur das Ergebnis stimmt

101004hsv-vfbDie Hammer SpVg schlägt Schlusslicht Bielefeld mit 3:0

Das deutliche Resultat übertüncht die spielerischen Defizite der Gastgeber
HAMM • Nein, übermäßige Freude stand Holger Wortmann nun wahrlich nicht ins Gesicht geschrieben. Und auch seine Spieler lächelten eher gequält am Ende der 90 Minuten in der Evora Arena. Dabei hatte die Hammer SpVg soeben die Serie durchbrochen, hatte vor 300 Zuschauern nach vier Remis in Folge einen 3:0 (0:0)-Erfolg gegen den Tabellenletzten der Fußball-Westfalenliga, VfB Fichte Bielefeld, gefeiert. Doch das war aus Sicht der Gastgeber auch schon der positivste Aspekt. „Das war ein schwaches Spiel“, sagte Wortmann, ehe der HSV-Trainer etwas spezifischer wurde: „Ich habe keine gute Leistung meiner Mannschaft gesehen.“

Sie war vielmehr über weite Strecken erschreckend schwach. Die Hammer begannen zwar engagiert und hatten eine gute Gelegenheit durch Giancarlo Fiore (5.), doch das war nicht mehr als ein Strohfeuer gegen die sehr defensiv eingestellten Gäste. Je länger die Partie dauerte, desto verunsicherter wirkten die Hammer. Die HSV agierte planlos, fehlende Ideen im Aufbau und mangelhafte Laufbereitschaft ergaben eine für das Offensivspiel fatale Mischung. Erschwerend kam hinzu, dass sich die Rot-Weißen eine immens hohe Fehlerquote leisteten. Das eigentlich von Wortmann vorgegebene Flügelspiel fand nicht statt, immer wieder versuchten es die Gastgeber mit langen Bällen in die Mitte – womit Kevin Lanzendörfer gegen die körperlich überlegene Bielefelder Innenverteidigung herzlich wenig anfangen konnte. „Die Jungs haben ziemlich unter Druck gestanden. Und wenn du am Anfang kein Tor machst, wird der Druck immer größer“, nahm Wortmann seine Akteure ein wenig in Schutz – aber nicht ausnahmslos: „Ich bin enttäuscht von den so genannten Führungsspielern. In einer Partie, in der es eng ist, müssen sie mehr Akzente setzen.“

Da kam es den Hammern unter den Augen ihres ehemaligen Sportlichen Leiters Joachim Krug gelegen, dass sie es mit einem äußerst harmlosen Kontrahenten zu tun hatten, der im Angriff kaum etwas zustande brachte – es sei denn, die HSV half tatkräftig mit. Wie Torwart Dominique Nowak, als er einen Freistoß unterlief. Davor Ilic köpfte über das Gehäuse (34.). Oder wie Sebastian Senger, dessen zu kurze Rückgabe zur Vorlage für Roman Gerke wurde, der den Ball aber nicht an Nowak vorbeispitzeln konnte (37.).

Viel mehr brachte das weiterhin sieglose Schlusslicht im Spiel nach vorne aber nicht zustande. Daher war die Partie sehr arm an Höhepunkten, weil sich auch die HSV-Möglichkeiten problemlos an einer Hand abzählen ließen. Und so machte sich Unmut auf der Tribüne breit, was wiederum Wortmann auf die Palme brachte: „Ich habe mich sehr geärgert über einige Reaktionen von Zuschauern“, sagte der Trainer und verwies darauf, dass „wir uns vor der Saison extra darauf verständigt hatten, alle an einem Strang zu ziehen“. Gerade in der sportlich schweren Situation habe er „etwas mehr Fingerspitzengefühl“ von den Anhängern erwartet..

Das bewies er bei seinen Einwechselungen. Nur neun Minuten dauerte es, bis sich die Hereinnahme von Osman Köse auszahlte: Nach schöner Vorarbeit von Semih Aktas traf der 22-Jährige mit einem platzierten Flachschuss zum 1:0 (70.). Und wenig später bedankte sich ein weiterer Stürmer per Tor für seine Einwechselung: Nachdem Felix Backszat zweimal konsequent nachgesetzt hatte, landete der Ball bei Haluk Metin, der Bielefelds Torwart Holger Peterhanwahr mit einem Heber von der Strafraumgrenze keine Chance ließ (79.). Für die Entscheidung sorgte Kurtulus Öztürk per Elfmeter – Köse war von David Schwesig gefoult worden (88.). fh

Hammer SpVg: Nowak – Senger, S. Dyballa, Thiele, Kaminski – Aktas, Öztürk, M. Dyballa (76. Kücük), Fiore (61. Köse) – Backszat – Lanzendörfer (55. Metin)
VfB Fichte Bielefeld: Peterhanwahr – Bayer (59. Smith), Kwamo Kamdem (84. Dalmis), Beckmann, Schwesig – Stelberg, Scardino, Öksüz, Gerke – Ilic (67. Kizilkaya), Altunsaban
SR: Alexander Wensing (Ahaus)
Zuschauer: 300
Tore: 1:0 Köse (70.), 2:0 Metin (79.), 3:0 Öztürk (88., Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Lanzendörfer – Bayer, Altunsaban

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