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Das Glück erzwungen

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„Joker“ Köse schießt HSV zum 2:1-Erfolg in Spexard

Hammer verpassen nach Leistungssteigerung vorzeitige Entscheidung
GÜTERSLOH • In der Halbzeitpause bewies Holger Wortmann ein glückliches Händchen. Der Trainer wechselte mit Osman Köse den Sieg für die Hammer SpVg ein. Der Joker stach gleich zweimal und machte beim SV Spexard aus einem 0:1 nach 45 Minuten noch einen 2:1-Sieg. Durch eine Leistungssteigerung nach dem Wechsel, durch mehr Aggressivität in den Zweikämpfen und frühes Attackieren erzwang der Gast regelrecht das nötige Glück bei den Toren.

Die HSV begann ordentlich, erarbeitete sich ein leichtes Übergewicht und hatte durch einen Kopfball von Semih Aktas eine erste – allerdings zaghafte – Gelegenheit (6.). Doch nach einer knappen Viertelstunde zog sich die HSV zurück, ließ den Aufsteiger in die Partie kommen. „Unnötig“ und „unerklärlich“ für Michael Kaminski. „Spexard hat körperbetont, rustikal und einfach gespielt. Wir haben uns von denen den Schneid abkaufen lassen“, bemängelte Wortmann. Die Begegnung plätscherte unansehnlich vor sich hin, und sieben Minuten vor der Pause wurde die HSV für ihre Lethargie bestraft. Mehmet Dagdelen traf mit dem ersten Torschuss des Gastgebers ins Netz. Schwer hatte es der 36-jährige Routinier dabei nicht, verwandelte er doch den Elfmeter nach dem Foul von Alexander Thiele an Kamil Orhan im Strafraum. „Da müssen wir den Ball nach außen klären“, so Kaminski zur vorausgegangenen verunglückten Kopfballabwehr von Sebastian Senger.

In der Kabine wurde Wortmann laut, brachte Köse als zweite Spitze neben dem engagierten, aber zuvor als Alleinunterhalter mit einem schweren Stand behafteten Haluk Metin. Entscheidender war jedoch, dass die Hammer den Gegner wieder früh unter Druck setzten. Die Folge waren viele Ballgewinne auf Höhe der Mittellinie.

Zunächst war aber HSV-Keeper Dominique Nowak nach einem frechen Freistoß von Dagdelen vom Strafraumeck aufmerksam (48.). Dann drückte Köse eine Flanke von Haluk Metin mit Glück vorbei an SV-Schlussmann Roman Benzel über die Linie (52.). Die Hammer setzten nach. Fiore geriet aus aussichtsreicher Position beim Schuss noch in Rücklage (56.), ehe erneut Köse glücklich zum 2:1 einschob. Vorausgegangen war ein Freistoß von der Mittellinie, den die Gastgeber nicht klärten. Semih Aktas schnappte sich den Ball, wurde dreimal abgeblockt, doch das Leder landete eben bei Köse (60.).

Den Gästen boten sich nun zahlreiche Kontergelegenheiten, mit denen sie aber viel zu fahrlässig umgingen. „Wir machen uns das Leben selbst schwer“, ärgerte sich Kurtulus Öztürk. Kevin Lanzendörfer versprang zweimal der Ball (63., 67.), einmal verfehlte er knapp das Ziel (78.). Auf der Gegenseite reagierte Nowak klasse gegen den frei vor ihm auftauchenden Björn Berenbrinker (72.). Beinahe dilettantisch war das Verhalten von Köse, der mehrfach den besser postierten Mitspieler übersah und im Alleingang scheiterte (78., 86., 90.+2). Sturmpartner Metin tat es ihm gleich (82., 88.). „Da alterst du Jahre“, so Wortmann.

So wäre Spexard beinahe noch der Ausgleich gelungen, doch Kaminski spitzelte dem einschussbereiten Maik Mönchsmeier in der Nachspielzeit gerade noch den Ball weg. bob

SV Spexard
: Benzel – Niermann (74. Wieckowicz), Jäger, Walcott, Nepke – Wieckowicz, Beuckmann, Negri (85. Mönchsmeier), Berenbrinker – Dagdelen – Orhan (68. Gök)
Hammer SpVg: Nowak – Senger, Thiele, S. Dyballa, Kaminski – Öztürk, M. Dyballa – Fiore (82. Schiller), Backszat (46. Köse), Aktas (63. Lanzendörfer) – Metin
Schiedsrichter: Nikolas Wicker (Paderborn)
Zuschauer: 280
Tore: 0:1 Dagdelen (Foulelfmfeter, 38.), 1:1 Köse (52.), 2:1 Köse (60.)
Gelbe Karten: Walcott / Senger, Aktas


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