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Dritter Sieg in Folge führt auf einstelligen Tabellenplatz

20150531HSVSCWKein Geburtstags-Geschenk für Gäste-Coach Wortmann - HSV schlägt Herne mit 3:1 (1:0)

Der Trainer des SC Westfalia Herne, Holger Wortmann, feierte ausgerechnet am heutigen Spieltag seinen 48. Geburtstag. Dazu gab es für den gebürtigen Hammer und ehemaligen HSV-Coach zwar viele Glückwünsche, aber kein Geschenk in Form von drei Punkten. Im Gegenteil: Die HSV spielte erneut befreit auf und siegte zum dritten Mal hintereinander.

Dabei lag der Druck nur auf Seiten der Westfalia. Der Traditionsverein aus dem westlichen Ruhrgebiet befindet sich akuter Abstiegsgefahr und steht spätestens seit dem 5:1-Sieg von Schlusslicht Zweckel gegen den SuS Stadtlohn enorm unter Druck. Deswegen hatten sich Zuschauer und die HSV-Verantwortlichen auf eine Westfalia eingestellt, die enorm motiviert sein würde. Doch die Erwartungen wurden enttäuscht. Nach einer Riesenchance der Gäste bereits nach 2. Minuten fühlten sich zunächst noch viele der 340 Zuschauer bestätigt. Semih Aktas tauchte nach einem Solo frei vor Manuel Lenz auf, doch der Ex-HSVer zögerte zu lange und vertändelte gegen den Hammer Schlussmann. Und dann spielten nur noch die Gastgeber. Nach 12 Minuten traf Jochen Höfler zum 1:0. Der 34-jährige Torjäger umkurvte vier Herner Spieler, vollstreckte eiskalt und markierte damit bereits seinen sechsten Treffer in den letzten drei Spielen.

Die Führung gab der Hammer Spielvereinigung großes Selbstvertrauen und die Gastgeber bestimmten das Spiel nun, ähnlich wie in Rheine, fast nach Belieben. Eine höhere Führung war durchaus möglich, doch die HSV vergab mehrere große Chancen. Die größte hatte sicher Emre Demir, der nach 22. Minuten völlig frei vor dem Tor stand, aber den heute besten Herner, Torwart Benjamin Carpentier, nur anschoss. So ging es mit der nach Chancen deutlich zu knappen Führung in die Pause.

Nach der Pause erhöhte Herne dann aber den den Druck und Enes Kaya hatte schon kurz nach Wiederanpfiff die Riesenchance zur Führung. Der eingewechselte Stürmer stand frei vor Manuel Lenz, aber wieder parierte der HSV-Torhüter souverän. Dann schlug die Stunde von Danny Radke gegen seinen alten Verein. Nach einem verunglückten Freistoß des ehemaligen Herners freuten sich einige Gäste-Fans schon etwas zu früh über den Vereinswechsel des pfeilschnellen Angreifers. Roman Maciejak, den die Westfalia ebenfalls nie in den Griff bekam, bediente Jochen Höfler, der zunächst an Carpentier scheiterte. Als der Abpraller ins Feld zurück kam, schloss er dann aber nicht selbst ab, sondern legte für Özkaya ab. Dessen völlig verunglückter Schuss gelangte zu Radke, der aus der Drehung vollstreckte (60.).

Alle dachten nun, dass das Spiel gelaufen sei, zumal die HSV einen Gang zurück schaltete. Doch einige Nachlässigkeiten in der Hintermannschaft der HSV brachten Herne wieder zurück ins Spiel, denn der stärkste Herner der zweiten Hälfte, Sebastian Mützel, traf mit einem abgefälschten Schuss (65.) zum Anschluss. Schilling (68.) und Ferati (88.) hatten sogar noch den Ausgleich auf dem Fuß und so dauerte es bis in die Nachspielzeit, bis erneut Radke den „Sack zu machte“. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld bediente Jochen Höfler seinen Sturmpartner mustergültig. Der ließ sich nicht zweimal bitten und vollstreckte eiskalt zum 3:1-Endstand.

Holger Wortmann wirkte nach dem Spiel alles andere als in Feierlaune, attestierte der HSV eine gute Leistung, hielt aber ein Unentschieden für gerecht. Dem widersprach HSV-Trainer Oliver Gottwald ausdrücklich. „Wir hatten Herne wesentlich giftiger erwartet. Nach der Führung haben wir das Spiel kontrolliert und hätten später noch höher führen müssen. Auch wenn Herne nach dem Wechsel mehr Druck gemacht hat, waren wir fast immer Herr der Lage und haben letztlich verdient gewonnen“, zeigte sich der HSV-Coach mit der Leistung seiner Mannschaft hoch zufrieden.

Damit ist sein Team die Mannschaft der Stunde. Mit 3 Siegen aus drei Spielen und 11:3 Toren klettert sie auf den 9. Platz der Tabelle. Trotz einer immer stärkeren mannschaftlichen Geschlossenheit und der starken Form vieler Spieler hängt das Zwischenhoch sicherlich eng mit dem Sturm-Duo Höfler/Radke zusammen. Mit der Cleverness von Höfler und der Schnelligkeit von Radke ergänzen sich beide ideal. Das zeigen auch die Zahlen: Von den letzten 11 Treffern gingen 10 auf das Konto von Jochen Höfler (6) und Danny Radke (4).

Am kommenden Sonntag kann die Hammer Spielvereinigung weiter an ihrer Bilanz arbeiten. Dann gastiert das Team um 15 Uhr zum letzten Auswärtsspiel der Saison im Gütersloher Heidewald. ms

HSV: Lenz – Jungk, Rieker, Kaminski, Yigit – Özkaya, Sarisoy (56. Keskin), Demir – Maciejak, Höfler, Radke (90. +2 Tunc)
SCW: Carpentier - Mützel, Luvuezo, Kilic, Kosien - Bölstler (32. Zakrzewski), Weßendorf - Aktas (61. Horneffer), Ferati, Schilling - Karagülmez (46. Kaya)
Tore: 1:0 Höfler (12.), 2:0 Radke (60.), 2:1 (65.), 3:1 Radke (90.)

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