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Hammer Spielvereinigung holt einen Punkt in Gütersloh

20150607 hoeflerstrafstoss kopieFCG verzweifelt an Manuel Lenz

Im Profi-Fußball wird mittlerweile nach jedem Spiel der sogenannte „Player of the Match“ ernannt. Und in der Regel fangen dann die Diskussionen an, wie denn diese Entscheidung zustande gekommen ist. Hätte es gestern eine solche Auszeichnung gegeben, es wäre sicherlich eine eindeutige Entscheidung gewesen. Denn warum das Spiel zwischen dem FC Gütersloh und der Hammer Spielvereinigung auf dem sehr gut zu bespielenden Rasen im Heidewaldstadion 1:1 ausgegangen ist, war jedem Zuschauer und den Offiziellen klar.

Von den Chancen her wäre ein Sieg für die Gastgeber verdient gewesen, aber allesamt scheiterten die Spieler des ehemaligen Zweitligisten am überragenden Hammer Schlussmann Manuel Lenz. Der HSV-Keeper parierte acht (!) Großchancen der Gastgeber und sicherte so einen Punkt im letzten Auswärtsspiel der Saison. Der Mannschaft von Coach Oliver Gottwald war der Kräfteverschleiß der letzten Wochen anzumerken. Seit dem 27. Spieltag spielt die Mannschaft in nahezu derselben Besetzung, weil immer wieder vier bis fünf Spieler der ersten Mannschaft an die U23 abgegeben werden, um diese im Abstiegskampf in der Landesliga zu unterstützen. Für den gesperrten Dennis Jungk spielte gestern Dennis Morcinkowski aus der A-Jugend, der seine Sache gut machte, auf der rechten defensiven Außenbahn. Auf der Bank saßen noch die Jugendlichen Mücahid Tunc und Jeansny Jean Mvemba und als zweiter Torhüter Karl-Heinz Zielinski. Dabei handelte es sich tatsächlich um die von allen nur „Mano“ genannte Torwart-Legende der Hammer Spielvereinigung. „Bei der Konkurrenz musste ich ja Top-Form zeigen“, scherzte daher Stammtorhüter Lenz nach dem Spiel.

Bereits nach drei Minuten musste er sein ganzes Können gegen Vadim Thomas zeigen, aber nach 14. Minuten war er gegen Schubert machtlos. Mehr Treffer kassierte der HSV-Torhüter in diesem Spiel nicht mehr, obwohl in Durchgang Eins schon Thomas (31.) und Schürmann (32.) Riesenchancen für Gütersloh hatten. Von solchen Offensiv-Szenen war die Hammer Spielvereinigung weit weg, was Trainer Gottwald zu vehementen Anweisungen animierte. „Legt mal alle eine Schippe drauf“, rief er seinen Offensiv-Leuten zu. Zumindest Danny Radke nahm dies wörtlich. In der 44. Minute zirkelte er einen Freistoß aus spitzem Winkel so perfekt auf das Tor, dass auch Güterslohs Torhüter Rump sein ganzes Können zeigen musste um den Ausgleich zu verhindern.

Nach der Pause legte die Hammer Spielvereinigung dann einen Gang zu. Bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff spitzelte Jochen Höfler den Ball knapp am Tor vorbei und nach 56. Minuten traf der Torjäger endlich. Diesmal musste ein Foulelfmeter herhalten, den der HSV-Kapitän wie gewohnt sicher verwandelte. Semih Yigit war vorher von Meiertoberens im Strafraum zu Fall gebracht worden. Danach warf Gütersloh alles nach vorne, aber Schiller (58./79.), Kraus (81.) und Beuckmann (83.) scheiterten allesamt am überragenden Manuel Lenz. In der 82. Minute konnte auch der Schlussmann nichts mehr ausrichten, doch Fatih Gürer traf nur die Latte. Die HSV hatte noch einige gute Kontersituationen, spielte diese aber nicht konsequent genug zu Ende. So blieb es beim Unentschieden.

Durch den Sieg von Arminia Bielefeld II gegen Hüls ist mehr als Platz Neun in dieser Saison nicht mehr drin. Diese Platzierung kann die Hammer Spielvereinigung beim Saison-Finale im direkten Duell gegen Ennepetal am 14.06.2015 um 15 Uhr in der EVORA-Arena sichern. ms

FC Gütersloh 2000 : Hammer Spielvereinigung 1:1 (1:0)
FCG: Rump - Schubert, Rath, J. Kraus, Thomas, Schürmann (69. Beuckmann), Birkenhake (85. Weinreich), Meiertoberens, Basdas, Schiller, Azrioual (65. Gürer)
HSV: Lenz – Morcinkowski (84. Tunc), Kaminski, Rieker, Yigit – Özkaya, Sarisoy – Demir, Maciejak – Radke, Höfler (K)
Tore: 1:0 Schubert (23.), 1:1 Höfler (56. Foulelfmeter)
Zuschauer: 370

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