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Verdiente Niederlage in Ennepetal

20151026TuSHSVDursun Akdag und Marcel Ramsey verlassen die HSV

Der TuS Ennepetal hat am 11. Oberliga-Spieltag das gezeigt, was sich die Hammer SpVg vorgenommen hatte: Einfachen, konsequenten und damit erfolgreichen Fußball, der in die oberen Tabellenregionen führt. Sehr zum Leidwesen der mitgereisten Hammer Fans stand daher am Ende eine völlig verdiente 3:1 (2:0)-Niederlage zum Buche, die durchaus noch höher hätte ausfallen können.

Den Gastgebern gelang es mit klassischem Konterspiel über die Flügel immer wieder auf einfachste Weise, gefährlich vor das Hammer Tor zu kommen, wo sie eine indisponierte Defensive erwartete. Und so dauerte es nur fünf Minuten, bis Christian Hausmann nach einem von Kapitän Khmiri verursachten Freistoß, unbedrängt von der HSV-Innenverteidigung, zur 1:0-Führung der Hausherren einnetzen durfte. Im weiteren Verlauf hatte die HSV dann zwar deutlich mehr Spielanteile, fand aber keine Lücke in Ennepetals dicht gestaffelter 10er-Abwehrreihe und wusste den Ballbesitz nicht in Zählbares umzuwandeln. Die meist hoch aufgerückte HSV-Abwehr öffnete dagegen bei der Belagerung gefährliche Räume im Zentrum und ging damit im Nachhinein ein viel zu hohes Risiko ein. Bestraft wurde dies in der 24. Minute, als Kevin Thume gegen den anlaufenden Marc Schröter ein Rückpass zu Lenz misslang, den Schröter erlief und am chancenlosen Lenz vorbei zur 2:0-Führung verwandelte.

Zur zweiten Halbzeit erhöhte Oliver Gottwald den Druck und brachte Stürmer Jochen Höfler für Außenverteidiger Michael Kaminski. Eine Lücke fand sich indes auch nach dieser Maßnahme nicht, so dass es erneut Marc Schröter vergönnt war, nach Zuspiel von Ex-Profi Giovanni Federico das Tor zu treffen und auf 3:0 zu erhöhen (51.).

Hoffnung kam zwei Minuten später auf, als Hugo Magouhi nach einer Ecke von Semih Yigit per Kopf der 3:1-Anschluss (53.) und damit sein siebter Treffer in der Liga gelang. Doch bei je zwei folgenden Chancen von Semih Yigit und Jochen Höfler fehlte anschließend das notwendige Quäntchen Glück. Immerhin räumte der für Niklas Rieker in der 60. Minute eingewechselte Damir Kurtovic nun zuverlässig ab, was abzuräumen war und trug damit entscheidend zu mehr Ordnung in der Defensive bei, doch nach vorn ging weiterhin nicht viel. Als HSV-Goalgetter Hugo Magouhi seinen Gegenspieler Björn Sobotzki in einem Zweikampf ungeschickt traf und damit eine kleine Rudelbildung auslöste, beurteilte Schiedsrichter Marcel Benkhoff Magouhis anschließenden Befreiungsversuch gegen Robin Gallus nach kurzer Beratung mit seinen Assistenten als Tätlichkeit. Ennepetals Spieler hatten sich daraufhin umgehend erholt, Magouhi musste mit einer Roten Karte vom Platz und die Hoffnung der Hammer Fans auf ein kleines Wunder war erloschen.

TuS-Trainer Imre Renji hatte „eines der bisher besten Spiele Ennepetals gesehen“ und HSV-Coach Oliver Gottwald „eine verdiente Niederlage nach Kollektivversagen“ seiner Mannschaft. Die Hammer SpVg fällt damit von Platz fünf auf den neunten Rang, steht damit aber im kurios ausgeglichenen Mittelfeld der Liga immer noch nur drei Punkte hinter dem Tabellendritten. Nach dem wegen des Feiertags am 1. November spielfreien Wochenende hat sie daher im nächsten Heimspiel am Samstag, den 7. November ab 14:30 Uhr gegen das Schlusslicht SV Zweckel weiterhin die Chance, den Anschluss an die Ligaspitze herzustellen.

Dursun Akdag und Marcel Ramsey verlassen die HSV

Gänzlich unabhängig von der Niederlage am 11. Spieltag hat die Hammer Spielvereinigung die Verträge mit den Oberliga-Spielern Dursun Akdag und Marcel Ramsey vorzeitig aufgelöst. Beide Spieler werden ab sofort nicht mehr für die HSV auflaufen.

Dursun Akdag spielte seit Sommer 2013 in 56 Partien für die HSV und wurde in dieser Zeit in die U21-Nationalmannschaft Aserbaidschans berufen. Nach überstandener, langwieriger Verletzung kam Akdag in der laufenden Saison zu drei Kurzeinsätzen. Nun zieht es den 21-Jährigen aus familiären Gründen zurück in seine Heimatstadt Berlin.

Marcel Ramsey dagegen verlässt die Hammer SpVg aus beruflichen Gründen. Der erst im Sommer vom Ligakonkurrenten SV Lippstadt zur HSV gewechselte 25-Jährige muss seinen Tätigkeitsschwerpunkt derzeit auf seine berufliche Weiterentwicklung legen. Ramsey kam bei der HSV zu sieben Einsätzen. ug
 

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