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Erste Mannschaft der Hammer Spielvereinigung

Felix Fuchs klopft an das Tor zur Regionalliga

20161725FelixFuchsGronauer Spielführer der Hammer SpVg

Gronau/Hamm - Felix Fuchs klopft mit der Hammer SpVg an das Tor zur Regionalliga. Der Gronauer wechselte im Sommer vom SuS Neuenkirchen zum Punktspielrivalen. Ein früherer Nationalspieler hatte Fuchs gesehen und nachgefragt. Über die Titelambitionen, aber auch über die Kontakte zu früheren Mitspielern aus Gronau unterhielt sich WN-Mitarbeiter Timo Zorn mit Felix Fuchs (26).

Felix Fuchs, seit dieser Saison spielen Sie für den Oberligisten Hammer SpVg. Wie ist es zu diesem Wechsel gekommen?

Felix Fuchs: Ich hatte ein starkes Rückrundenspiel gegen die HSV damals noch im Trikot des SuS Neuenkirchen bestritten und David Odonkor ist dabei auf mich aufmerksam geworden. Die ersten Kontakte liefen dann über meinem Berater sowie einige persönliche Gespräche mit Herrn Odonkor. Da die Gespräche erst relativ spät begannen, ging danach eigentlich alles relativ schnell über die Bühne.

Für Sie persönlich läuft es in dieser Spielzeit richtig gut. So sind Sie in Ihrer ersten Saison in Hamm unangefochtener Stammspieler und Kapitän, haben alle Spiele über die volle Distanz bestritten. Wie bewerten Sie das Vertrauen des Trainers in Ihre Person?

Felix Fuchs: Ganz ehrlich, ich hatte noch nie ein so gutes Verhältnis zu einem meiner Trainer. Obwohl Sven Hozjak und ich uns vorher überhaupt nicht kannten, kann man sagen, dass zwischen uns beiden blindes Vertrauen herrscht und das ab der ersten Sekunde. Da braucht keiner dem anderen großartig was erklären, da reichen meist schon Blicke. Daher wissen wir auch genau was der eine von dem anderen erwartet und was er für Aufgaben zu erledigen hat.

Allerdings muss ich auch offen und ehrlich zugeben, dass die Ernennung zum Kapitän für mich völlig überraschend kam. Ich wusste schon, dass ich als erfahrene Person geholt wurde, um die jungen Spieler weiter zu entwickeln und zu führen. Jedoch war mir nicht klar, dass ich gleich in meinem ersten Jahr der Kapitän dieser Truppe werden sollte. Selbst als ich von der Mannschaft in der Sommervorbereitung in den Mannschaftsrat ernannt wurde, habe ich nicht damit gerechnet, Kapitän zu werden. So kam der erste Vertrauensbeweis meines Trainers zustande, indem er mich kurz vor unserem ersten Meisterschaftsspiel zum Kapitän ernannt hatte.

Immerhin ist das meine erste Saison im Seniorenbereich, wo ich diesen Posten einnehme. Auch wenn ich meine gesamte Jugend über so gut wie immer Kapitän gewesen bin, ist die Verantwortung im Seniorenbereich nochmal eine ganz andere Hausnummer.

Die Hammer SpVg hat sich von Beginn an in der Spitzengruppe der Oberliga Westfalen etabliert und rangiert auf Tabellenplatz zwei, einem direkten Aufstiegsplatz. Kann das Ziel, zehn Spieltage vor Saisonende, nun nur noch der Aufstieg in die Regionalliga West sein?

Felix Fuchs: Das Ziel unserer Mannschaft für die Endphase in der Oberliga Westfalen ist eigentlich ganz simpel: Den jetzigen Tabellenplatz mit aller Macht zu verteidigen, was dann im Endeffekt natürlich einen Aufstiegsplatz bedeuten würde.

Wir haben uns in der Rückrunde nicht immer mit Ruhm bekleckert und viele Spiele auch mit dem nötigen Glück gewonnen, was aber in Anbetracht unserer Kaderzusammensetzung die Erwartungen völlig übertroffen hat. Es gab zu Saisonbeginn einen riesen Umbruch bei der HSV.  16 Spieler haben den Verein verlassen und 17 neue wurden geholt. Dazu noch ein neuer Trainer. Daher war die Zielsetzung vor der Saison ganz klar, es wird ein Umbruchjahr, in dem sich Mannschaft und Trainer zunächst einmal finden und dann festigen sollten. „Wir“ haben dies aber schnellstmöglich umgesetzt und sind von Spiel zu Spiel immer mehr zur Einheit geworden, mit dem Ergebnis Tabellenplatz 2 und eine die Erwartungen übertreffende Hinrunde gespielt zu haben.

In der Rückrunde haben wir bis jetzt genau da angeknüpft, wo wir in der Hinrunde aufgehört haben. Dank des großen Kaders und der riesen Qualität in unserer Truppe haben wir das Glück, auch Verletzungen oder Sperren mehrerer Spieler ohne Probleme auffangen zu können. Daher sehe ich unserem Ziel, Platz 2 zu verteidigen, nichts im Wege stehen. Dennoch ist klar, dass die gesamte Serie uns bis jetzt noch nichts bis gar nichts gebracht hat. Da genau jetzt die Endphase bzw. entscheidende Phase der Saison kommt, in der jeder nochmal 10% mehr drauf packen muss, um am Ende auch gerechterweise dort zu stehen, wo man sich jetzt befindet, nämlich auf einem Aufstiegsplatz.

Welche Mannschaft hat im Aufstiegsrennen am Ende der Saison die Nase vorne?

Felix Fuchs: Zu den möglichen Kandidaten gehören: TUS Erndtebrück, Westfalia Rhynern, SV Lippstadt und die Hammer SpVg. TSV Marl-Hüls hat keine Lizenz beantragt, also kann somit auch nicht aufsteigen. Wirklich auf eine oder zwei Mannschaften festlegen kann man sich nicht, da jede ihre eigene individuelle Klasse besitzt. Jedoch bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass wenn wir jeden Tag weiter an uns arbeiten und weiter gierig nach Siegen sind, wir einer von den zwei Kandidaten sein werden ;)

Sollte es am Ende mit dem Aufstieg funktionieren, würde es zu Duellen mit Traditionsvereinen wie Alemannia Aachen, RW Oberhausen, RW Essen oder Wattenscheid 09 kommen. Viele Aufsteiger haben im Aufstiegsjahr große Probleme die Klasse zu halten. Wie würdest du die Konkurrenzfähigkeit der Hammer SpVg bei einem möglichen Aufstieg in die Regionalliga West einschätzen?

Felix Fuchs: Jedem muss natürlich ganz klar sein, dass Aufsteiger gleichzeitig als die ersten Abstiegskandidaten gehandelt werden (siehe die vergangen Jahre). Allerdings liegt es an einem selbst, was man aus dem Aufstieg macht. Klar ist, ohne Investitionen in den Kader wird die Wahrscheinlichkeit, in dem folgenden Jahr direkt wieder abzusteigen, sehr hoch sein. Ich weiß allerdings auch, dass der Verein genau diese Thematik mit berücksichtigt. Daher werden die Verantwortlichen ihr bestmöglichstes tun, um genau diesem Problem nicht zum Opfer zu fallen und eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, die entweder wieder um die ersten beiden Plätze in der Oberliga kämpfen wird oder schnellstmöglich alles dafür tun wird, nichts mit dem Abstieg aus der Regionalliga zu tun zu haben.

Abgesehen von der finanziellen Schlagkräftigkeit, die ein Verein in der Regionalliga bewältigen muss, sollten die sportlichen Reize, wie von Ihnen schon richtig angesprochen, im Vordergrund stehen. Ich glaube viele jugendliche und auch erwachsene Fußballspieler träumen davon, mit bedeutenden Traditionsvereinen und vor riesen Kulissen einmal spielen zu können. Und ich glaube, genau das ist der absolute Reiz der Regionalliga West.

In deiner Jugend spieltest du einige Jahre für Arminia Gronau. Verfolgst du den Gronauer Fußball noch immer?

Felix Fuchs: Leider gibt es die DJK ja nicht mehr… Ich verfolge eigentlich so gut wie alles im Fußball rund um Niedersachsen und Westfalen. Vieler meiner ehemaligen Kollegen sind dort entweder als Trainer oder Spieler aktiv.

Genauso verfolge ich auch die Entwicklungen des FC Epe, Vorwärts Epe & Fortuna Gronau. Gerade bei der Fortuna ist ja jetzt Torben Rattelsmofa Trainer geworden, mit dem ich zwei wunderbare Jahre beim SV Holthausen/Biene verbracht habe. Leider habe ich es bislang aber noch nicht geschafft, Spiele auch mal persönlich anzuschauen, da ich entweder selbst spiele, andere Spiele aus unserer Liga beobachte oder einfach mal einen freien Tag in der Woche genießen möchte.

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