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Hozjak-Elf hält Rennen um Platz zwei weiter spannend

20170514LoheiderTeilerfolg durch 1:1-Remis gegen den TSV Marl-Hüls

Dass unser Oberligakader mittlerweile auf dem sprichwörtlichen Zahnfleisch geht, wurde im Vorfeld der Partie bereits hinreichend erörtert. Und so griff HSV-Coach Sven Hozjak für die Startelf auf Michael Kaminski zurück, der mittlerweile spielender Co-Trainer der U23 ist und außerdem auf Ahmet Acar, der eigentlich noch in der A-Jugend zu Hause ist. Und um es vorweg zu nehmen: Kaminski und Acar spielten eine blitzsaubere Partie.

Es war also zunächst nicht verwunderlich, dass in dem lauen Sommerkick, den beide Mannschaften in der ersten Halbzeit den 320 Zuschauern in der EVORA-Arena boten, in erster Linie der Gast aus Marl-Hüls das Spiel machte und nach 26 Minuten die 1:0-Führung erzielte. Ilias Anan war es, der einen verunglückten Schuss von David Sdzuy am langen Pfosten genau auf den Fuß bekam. Sein Glück dabei war, dass er den Ball nicht richtig erwischte, denn sonst wäre er womöglich auf der Geschäftsstelle wieder runtergekommen. So aber überwand er Philip Faderl im Hammer Tor und sicherte seiner Mannschaft die verdiente Pausenführung an einem bis dato sonnigen Muttertag. Für die HSV gab es in der ersten Halbzeit nur einen negativen Höhepunkt. Danijel Gataric, der angeschlagen in die Partie gegangen war, musste nach 18 Minuten einsehen, dass es nicht mehr weiter geht und für ihn kam schon früh Yüksel Terzicik in die Partie.

Ohne weitere Wechsel kamen beide Mannschaften nach der Pause aus der Kabine und nach rund 10 Minuten schickte Schiedsrichter Florian Visse die Akteure auch wieder zurück in die Katakomben. Es hatte sich einiges zusammengebraut am Himmel über der EVORA-Arena, und das entlud sich jetzt in Form von Gewitter und Starkregen. Die Zuschauer suchten Schutz unter Bier- und Imbissstand und Tribünendach und nach einer Viertelstunde und nachlassendem Regen sollte die Partie fortgesetzt werden. Unter ganz anderen Vorzeichen. Die Sonnenbrandgefahr war nassen Füßen gewichen, der Schönwetterfußball von einer Wasserschlacht abgelöst worden.

Stellenweise war das Spielfeld von Pfützen bedeckt, die das Spiel verlangsamten, an anderen Stellen gab es hingegen keine Wasseransammlungen und der nasse Rasen machte den Ball einfach nur schneller. Unsere HSV kam mit den neuen Bedingungen etwas besser zurecht und erspielte sich in der letzten halben Stunde der Partie einige Chancen. Und auch wenn TSV-Trainer Michael Schrank auf der Pressekonferenz nach der Partie mit reichlich Nachdruck betonte, dass die Partie normalerweise mit 4 oder 5:1 für seine Mannschaft ausgeht, bleibt doch die Erkenntnis, dass dem Treffer von David Loheider, der einen abgewehrten Kopfball im Nachsetzen über Torwart Rafael Hester hinweg über die Linie stocherte, in der 75. Minute auch gut und gerne noch ein weiterer hätte folgen können. Und das obwohl unsere Jungs die letzten Minuten in Unterzahl bestreiten mussten, denn als wäre es mittlerweile Pflicht in jedem Spiel, hat sich mit Yüksel Terzicik heute der nächste Spieler verletzt. Wie schwerwiegend die Diagnose ausfällt, bleibt noch abzuwarten, aber die Tatsache, dass ein Krankenwagen gerufen werden musste, verheißt erstmal nichts Gutes.

Um auf die Sichtweise des Herrn Schrank einzugehen, kann man heute auf Seiten der HSV vielleicht auch einmal von dem nötigen Matchglück reden, das zuletzt völlig gefehlt hat. Wer seine Konterchancen so kläglich versiebt, darf sich am Ende nicht beschweren, dass er mit nur einem Punkt nach Hause fährt. Nun ist ein gewonnener Punkt in der heißen Schlussphase nicht direkt ein Auslöser für großen Jubel, aber angesichts der Tatsache, dass die Konkurrenz aus Rhynern und Erndtebrück ebenfalls nur zu einem Unentschieden in ihren Partien kam, bedeutet für die Hammer Spielvereinigung, dass die Möglichkeit auf Platz zwei zurückzukehren immer noch gegeben ist.

Unser Trainer Sven Hozjak hat die Lage in einer starken Ansprache auf der Pressekonferenz nach dem Spiel auf den Punkt gebracht, indem er von einem Endspiel am Mittwoch in Erndtebrück sprach. In diesem Nachholspiel kann seine Mannschaft, in die definitiv die heute noch gelb gesperrten Marius Kröner und Yakup Köse sowie Manuel Dieckmann nach abgesessener Rotsperre zurückkehren können, mit einem Sieg die Chance herausspielen, dass sich an einem einzigen Spieltag das Blatt im Aufstiegskampf noch einmal wenden kann. Und von diesen Spieltagen gibt es anschließend noch zwei. tr

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