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Ein 4:3-Sieg der souveräneren Art

20171119ManuelDieckmannHozjaks Team macht es in Bielefeld spannend, siegt aber am Ende hochverdient

Nach einer unnötig spannenden Schlussphase, in der die Souveränität am Ende ein wenig verloren ging, verließ unsere Hammer Spielvereinigung heute gegen die U23 von Arminia Bielefeld nach gespielten 90 Minuten absolut verdient als Sieger den Platz.

Schon in der Anfangsphase nahm die HSV, mit dem wiedergenesenen Moritz Kickermann als Kapitän, im Sturmzentrum das Heft in die Hand. In der 12. Minute führte dann eine kleine Umverteilung der klassischen Rollen zum Führungstreffer. Sturmspitze David Loheider brachte den Ball von der rechten Seite scharf in den Bielefelder Sechzehner und Mittelfeldmann Manuel Dieckmann stand in der Mitte goldrichtig und konnte den Ball sicher zur frühen Führung verwerten.

Nach dem Treffer weiter das gleiche Bild. Die Arminia tat sich schwer, ein kontrolliertes Spiel aufzubauen und Hamm spielte weiter munter nach vorne und konnte in einigen Szenen nur durch einen Pfiff von Schiedsrichter Felix Weller gestoppt werden. In diesen Fällen stand immer ein HSV-Akteur vermeintlich im Abseits.

Um diesen Pfiffen zu entgehen, musste eine Situation her, bei der es keinen Abseitspfiff geben konnte. Eine Ecke von der linken Seite brachte Manuel Dieckmann in der 31. Minute punktgenau auf den Kopf von David Loheider, der den Ball gefühlvoll ins lange Eck verlängerte. Damit hatte sich Dieckmann für die Vorlage zum ersten Tor revanchiert und seine Mannschaft durfte sich zumindest für kurze Zeit auf der Siegerstraße wähnen. Schon drei Minuten später herrschte im eigenen Strafraum allerdings absolutes Chaos und nachdem es einfach nicht gelingen wollte, den Ball entscheidend zu klären, schaffte es Rion Latifaj mit reichlich Frust den dritten Versuch im HSV-Tor unterzubringen.

Aber auch die Ernüchterung ob des Gegentreffers mochte nicht lange andauern. Der Ball war nach dem Wiederanpfiff das erste Mal in die Reihen der Bielefelder geraten, da war es erneut Manuel Dieckmann, der auf dem Posten war und einen ganz schwachen Rückpass zum Torwart abfangen und zum 3:1 abschließen konnte. Das Spiel hatte in dieser Phase buchstäblich seine tollen fünf Minuten und ging zehn Minuten später mit einer mehr als verdienten HSV-Führung in die Halbzeitpause.

Die Arminia schien sich noch einiges für die zweite Halbzeit vorgenommen zu haben und war deutlich vor den Hammern wieder zurück auf dem Platz, doch "die Letzten werden die Ersten sein". Frei nach diesem Motto dann in der 51. Minute ein feiner Konter der HSV, eingeleitet von David Loheider, der den Ball auf Mike Pihl prallen ließ. Pihl enteilte über halblinks all seinen Verfolgern und legte vor dem Tor quer auf den mitgelaufenen Pascal Schmidt, der nicht mehr viel Mühe hatte, das Leder im Tor unterzubringen.

Alles klar am heutigen Tag, hätte man denken können. Aber Spielführer Moritz Kickermann und Keeper Jarno Peters sorgten zwei Minuten später auf kuriose Weise dafür, dass die Bielefelder Chancen nicht zu gering wurden. Was war geschehen? Kickermann spielte einen Rückpass, den Peters einfach nicht richtig schien verarbeiten zu können und ehe man sich versah, lag der Ball im eigenen Tor. Ein Gegentor aus der Kategorie Pleiten, Pech und Pannen, das am heutigen Tag zum Glück zu verkraften war. Am angenehmsten wäre es geworden, wenn Pascal Schmidt den nächsten Angriff, der im direkten Gegenzug stattfand, abgeschlossen hätte, aber als er alleine durch war und auf Arminias Torwart Christopher Rump zulief, schoss er diesem den Ball mehr oder weniger in die Arme.

In der letzten halben Stunde wurde das Spiel etwas ausgeglichener, aber auch ruppiger. Viele kleine Fouls, dazu ein kurzer heftiger Regenschauer, und diverse Unterbrechungen sorgten nicht nur dafür, dass ein wenig der Spielfluss verloren ging. Einige Entscheidungen des guten Schiedsrichtergespanns heute erregten zudem auch das Gemüt des Bielefelder Trainers Rene Müller dermaßen, dass er sich auch nach zuvor erfolgter Ermahnung weiter echauffierte und in der 87. Minute des Innenraumes verwiesen wurde.

Mit zunehmender Spielzeit wurden die Bemühungen der Gastgeber zwingender, aber mehr als der erneute Anschlusstreffer in der 90. Minute durch Ahmet Aydincan mochte ihnen nicht mehr gelingen. tr

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