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Kamen abgehakt, Haltern im Fokus

20180404HSVTUSHSV empfängt am Donnerstag den TuS Haltern

Zum Ausklang der Osterfeierlichkeiten stand für unsere Mannschaft noch eine vermeintliche Pflichtaufgabe an. Im Halbfinale des Kreispokal ging es zum Tabellenführer der Kreisliga B, dem Kamener SC.

Wenn es gegen einen fünf Klassen tiefer spielenden Gegner geht, stellt sich den meisten Beobachtern lediglich die Frage nach der Höhe des Ergebnisses. Diese Leute hätte man im Vorfeld schon darüber aufklären können, dass auf dem Weg ins Halbfinale mit dem TuS Germania Lohauserholz und Westfalia Wethmar bereits zwei Bezirksligisten den Kürzeren gezogen haben gegen eine Mannschaft, die in ihren Reihen mehrere Spieler hat, die in ihren jungen Jahren bereits Oberligaluft geschnuppert haben.

Nichtsdestotrotz sollte natürlich am Ende der 90 Minuten ein Sieg für die Hammer Spielvereinigung stehen. Auch wenn Sven Hozjak heute alle Spieler in die Startelf stellte, die in der Vergangenheit weniger Einsatzzeit bekamen, zeigte die HSV von der ersten Minute an, wer heute am Schulzentrum in Kamen den Ton angeben würde. Mit viel Geduld und auf Ballbesitz bedacht dominierte Hamm das komplette Spiel über den KSC, der gefühlt mit zehn Verteidigern auflief und auf potentielle Konter lauerte. Der ein oder andere Nadelstich der Gastgeber war bis zur Halbzeit durchaus zu beobachten, aber das ganz große Ding war nicht dabei. Mehr als Entlastungsangriffe waren es letztendlich nicht.

Zur Pause wechselte Hozjak auf der absoluten Schlüsselposition des heutigen Tages. Der bis dahin glücklose David Loheider durfte durchschnaufen und Yannick Albrecht ersetzte ihn. Das Bild auf dem Platz änderte sich dadurch allerdings kaum. Mit zwei feinen Unterschieden. Die Halbzeitansprache von Sven Hozjak schien die Mannschaft nochmal wachgerüttelt zu haben, denn im zweiten Durchgang kamen die Kamener zu keinem Torabschluss mehr und der Wechsel des Stürmertyps trug in der 51. Minute auch Früchte, als Albrecht eine Hereingabe von rechts zum 1:0 im Tor unterbrachte. In der 64. Minute legte Albrecht noch den zweiten Treffer nach, indem er sich im Strafraum um seine Gegenspieler herumdrehte und reaktionsschneller als alle anderen drumherum an den Ball kam.

In der verbleibenden halben Stunde waren die einzigen Highlights der Partie, die die Hammer nun befreit zu Ende spielen konnten, die Einwechslung von Felix Fuchs, der seit seiner schweren Verletzung aus dem Frühjahr 2017 die ersten Pflichtspielminuten sammeln durfte und die von Maik Rieping, der schon in der Vorbereitung und den bisherigen Pokalspielen regelmäßig aus dem Bezirksligateam zur Mannschaft gestoßen war.

Im Endspiel wartet nun entweder der BSV Heeren oder der TuS Wiescherhöfen. Die Partie steht noch aus und sollte auch erst einmal nur am Rande interessieren. Viel Zeit zum Nachdenken und Durchschnaufen gibt es nämlich nicht. Bereits am Donnerstag steht das nächste Spitzenspiel an, wenn der TuS Haltern mit dem Frust der heutigen 3:1-Niederlage beim Spitzenreiter ASC 09 Dortmund in die Evora-Arena kommt.

Es ist das erste Aufeinandertreffen mit dem TuS, der in dieser Saison als Aufsteiger ganz oben mitmischt und gute Chancen hat einen Durchmarsch in die Regionalliga hinzulegen. Dadurch, dass noch beide Spiele gegen Haltern ausstehen, kann sich unsere Mannschaft aus eigener Kraft und durch das bessere Torverhältnis noch vor den TuS Haltern setzen, der mit Rafael Hester, Lukas Diericks, Andre Koch und Cedric Vennemann vier ehemalige Spieler des VfB Hüls und mit Deniz Batman, Stefan Oerterer, Lukas Opiola, Tim Forsmann, Christoph Kasak, Nils Eisen, Alexander Rothkamm und Marcel Müller satte acht Spieler der SpVgg Erkenschwick im Kader hat. Hinzu kommt noch Marvin Schurig, der sogar schon für beide ehemaligen Oberligisten aufgelaufen ist. In Kombination mit ihrem Trainer Magnus Niemöller, der jahrelang erfolgreich die sportlichen Geschicke der "Schwicker" geleitet und mit der SpVgg in der Vergangenheit den Aufstieg sportlich erreicht hatte, kann man beim TuS Haltern aktuell etwas flapsig von der "Spielvereinigung Erkenschwick 2.0" sprechen.

Sieben Mal hat der TuS Haltern in 2018 bereits um Punkte gespielt und nachdem es in den ersten fünf Spielen mit einer Siegesserie unter anderem bei Kaan-Marienborn und gegen Schalke (jeweil 1:0) danach aussah, dass im Aufstiegsrennen kein Weg an diesem Team vorbeiführt, bewiesen die letzten beiden Spiele, dass auch der TuS Haltern verwundbar ist.

Bei Westfalia Herne verlor man mit 2:0 und zuletzt beim ASC 09 mit 3:1. Das dritte Auswärtsspiel in Folge führt die Mannschaft von Magnus Niemöller nun in den Hammer Osten und da aller guten Dinge bekanntlich drei sind und unsere Mannschaft nach dem 4:1 gegen Sprockhövel auf einem Bein nicht stehen kann, heißt es am Donnerstag ab 18.15 Uhr in der Evora-Arena für die Hammer Spielvereinigung die glorreichen Sieben voll zu machen und jahresübergreifend das siebte Oberligaspiel in Folge ungeschlagen zu bleiben. Idealerweise sollen natürlich am Ende des Tages weitere drei Punkte für Hamm stehen, denn nur so kann man mit Sicherheit oben dran bleiben. tr

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