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2:1 gegen Haltern - Heimsieg mit Ausrufezeichen

20180930HSVTUS00Mentalitätsfrage: Die HSV holt die drei Punkte gegen den haushohen Favoriten

Das Gefühl eines siegreichen Spieles gegen den auch nach dieser Partie auf Tabellenplatz zwei rangierenden TuS Haltern kannte bis zum heutigen Sonntag nur der Tabellenführer, die U23 des FC Schalke 04, die vor Wochenfrist noch die Anhäufung von Fehlern im Spiel der Hammer Spielvereinigung genutzt hatte, um eine Demonstration ihrer Stärke auf den Platz zu bringen. Dass auch der heutige Gast aus Haltern den eigenen Anspruch hat, solch ein Spitzenteam zu sein, ließ ihr Trainer auf der Pressekonferenz nach dem Spiel auch noch einmal durchblicken.

Wer aber die heutige Partie in der 24nexx Arena verfolgt hatte, der konnte sehen, dass dort zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegeneinander spielten und sich das Spiel in der ersten Hälfte wie ein ungeliebtes, aber häufig erwähntes "0:0-Spiel" anfühlte. Offensivaktionen gab es auf beiden Seiten, aber vernünftig zu Ende gespielt wurden sie von keinem der Teams, zumal zahlreiche Pässe in die Spitze heute von den Assistenten an den Seitenlinien wegen vermeintlicher Abseitsstellungen zurück gepfiffen wurden.

20180930HSVTUS02So bedurfte es in der 39. Minute der individuellen Klasse eines Stefan Oerterer, der aus relativ kurzer Distanz abziehen konnte, um seine Farben in Front zu schießen. Sein Schlussmann Stephan Tantow auf der anderen Seite des Platzes nahm nach dem Treffer erstmal einen großen Schluck aus der Wasserflasche, um dann im Smalltalk mit den Fotografen hinter seinem Tor zuzugeben, dass die Führung keineswegs verdient war zu diesem Zeitpunkt. Mit einem knappen Rückstand ging es für unser Team also in die Kabine und man konnte heute nicht davon sprechen, dass sich unter den 340 Zuschauern in der 24nexx Arena nicht das Gefühl breit machte, dass für Hamm gegen den Favoriten heute etwas zu holen sei.

Die ersten fünf Minuten nach Wiederanpfiff war zu spüren, dass sich das Team von Magnus Niemöller einen Plan zurecht gelegt hatte. Wer bei Halterns Reservisten Mäuschen spielte, konnte hören, dass Hamms Abwehrreihe dem Empfinden der Gäste nach sehr hoch stand und die Abwehrspieler Aldin Kljajic und Marius Kröner als extrem langsam eingeschätzt wurden. Demnach musste gerade in der Anfangsphase Jarno Peters im Hammer Tor zwischenzeitlich seine ganze Qualität herauskramen und in letzter Instanz dafür sorgen, dass es vorerst bei der knappen Gästeführung blieb. Eine seiner großen Rettungstaten hatte Peters in der 58. Minute gegen Halterns Lucas Diericks, der aus kurzer Distanz draufhalten konnte.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die HSV allerdings schon wieder zurück in die Partie gekämpft und ihrerseits eigene Angriffe gestartet. In der 62. Minute wurde die Nachlässigkeit, die sich im Abwehrverbund der Gäste breit machte, eiskalt ausgenutzt, als eine Flanke von Mike Pihl in der Mitte den Kopf von Pascal Schmidt erreichte, der abgesehen vom Körperbau, in dieser Szene stark an den jungen Horst Hrubesch erinnerte.

20180930HSVTUS03Auch nach dem Ausgleich ging es munter weiter in beide Richtungen. Haltern hatte immer wieder Probleme damit, wenn Hamm das Spiel von der linken Seite nach rechts verlagerte. Da sich heute keine Mannschaft dafür qualifizierte, die Entscheidung aus dem Spiel heraus herbeizuführen, musste in der 80. Minute ein Strafstoß her. Nun kennt man es in Hamm aus der Vergangenheit, dass Spiele wie in Aplerbeck oder Rheine in gefühlt letzter Minute verloren gehen. Ein bisschen Wiedergutmachung für diese Rückschläge war es dann also doch, als Marius Kröner im gegnerischen Sechzehner gelegt wurde und Ralf Schneider den fälligen Elfmeter sicher unten rechts verwandelte.

20180930HSVTUS04Die Schlussphase nutzte der TuS logischerweise nochmal, um alles nach vorne zu werfen, aber so richtige Gefahr für das Hammer Tor sollte nicht mehr aufkommen. Die Aufmerksamkeit zog kurz vor Schluss nur noch einmal Gästetrainer Magnus Niemöller auf sich, der lautstark gegen die nach seiner Meinung viel zu kurze Nachspielzeit von zwei Minuten protestierte. Nach der Partie zeigte sich Halterns Trainer dann aber wieder als fairer Sportsmann und guter Verlierer, auch wenn nicht jeder im Stadion seine Mannschaft heute so stark gesehen hatte wie er selbst.

Am kommenden Sonntag reist der HSV-Tross zu einem ungeliebten Spielort. Im Bremenstadion des TuS Ennepetal gab es zuletzt am 21. April 2013 die vollen drei Punkte für die HSV. Bevor wir uns aber wieder mit der Oberliga beschäftigen, gibt es am Mittwoch wieder ein kleines Pokalintermezzo. Beim Westfalenligisten Lüner SV ist um 15 Uhr Anpfiff des Achtelfinals im Westfalenpokal. tr

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