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Letzter, aber die Hammer SpVg bewahrt die Ruhe

20190924RSLeweSieben Spiele ohne Sieg stehen bei der Hammer SpVg zu Buche. Platz 18 ist seit drei Spieltagen das zu Hause. In Hektik und Unruhe verfällt man indes nicht. Im Fußball ist es normal, dass Personaldiskussionen sehr schnell losgetreten werden, wenn es mal nicht läuft wie geplant. Die Hammer SpVg setzt da einen erfrischenden Gegenpol und gibt sich Zeit.

Die 1:2-Niederlage gegen den kriselnden ASC 09 Dortmund war das siebte Spiel in dieser Saison, dass die Hammer ohne Dreier beendeten. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt weiterhin drei Punkte, Platz 18 ist seit drei Spieltagen die Heimat der SpVg. Eine gewisse Unruhe im Verein wäre nur allzu verständlich. Doch in Hamm bleibt es ruhig.

Bereits vor dem Spiel gegen den ASC hatte HSV-Trainer René Lewejohann gegenüber dem Westfälischen Anzeiger verlauten lassen: „Nichtsdestotrotz bleiben wir wie schon in den vergangenen Wochen ruhig. Das zeichnet uns als Hammer SpVg im Vergleich zu den Vorjahren immerhin aus.“ An dieser Grundvoraussetzung hatte auch die vierte Niederlage der Saison nichts geändert.

Man wolle weiter arbeiten wie bisher und die Spieler in Ruhe entwickeln. Auch wenn Lewejohann zuweilen unzufrieden mit den gezeigten Leistungen war, blieb er ruhig. „Was soll ich denn machen? Soll ich mich und Chiquinho (der Sportchef, Anmerkung der Redaktion) einwechseln, um die Konter zu Ende zu fahren?"

Seine Arbeit in Hamm wolle Lewejohann in jedem Fall fortsetzen. Die Hoffnung, trotz der miserablen Bilanz in der laufenden Saison, auf Besserung bleibt bestehen: „Ich könnte ja auch hier und jetzt meinen Rücktritt bekanntgeben. Genauso gut hätte ich, nachdem ich die Jungs im vergangenen Jahr gerettet habe, sagen können, dass es das war. Das habe ich nicht gemacht, das habe ich auch jetzt nicht vor."

Hamm ist weit weg von einer Personaldiskussion. Entsprechend verwirrt zeigte sich auch Sportchef Chiquinho auf die Frage, ob die Ruhe im Verein bestehen bleibe. „Was sollen wir denn ändern? Bis jetzt gibt es noch keinen Grund nicht ruhig zu bleiben“, erklärte er nach dem Spiel gegen den ASC. Zwischen den Zeilen ist aber auch zu lesen, dass Lewejohann keinen unendlichen Kredit besitzt.

Dass sich sein Weg und der des Vereins, den er immerhin in der vergangenen Saison spektakulär vor dem Abstieg rettete, in den kommenden Wochen und Monaten trennen werden, ist dennoch sehr fraglich. Dafür ist der Rückhalt noch zu groß und auch die Lust und Begeisterung, die Lewejohann für die Hammer SpVg empfindet. Stefan Stobbe
Quelle: RevierSport:

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