Zum Anfang

Lehren aus dem Derby ziehen

20120901GloedenBaum

HSV-Trainer Müller hofft gegen Dornberg auf mehr Aggressivität

HAMM • Der Begriff „Wiedergutmachung“ fällt bei Lars Müller nicht. Denn der Spielertrainer der Hammer SpVg weiß genau: „Das verlorene Derby in Rhynern kriegen wir nicht mehr zurück.“ Die 0:4-Pleite bleibt bestehen, auch wenn der Fußball- Oberligist morgen (15 Uhr, Evora Arena) gegen den TuS Dornberg einen Sieg einfahren sollte.

Deswegen setzt Müller darauf, dass seine Elf die Botschaft aus dem blutleeren Auftritt am Papenloh verstanden hat. „Wir müssen jetzt damit umgehen und daraus lernen“, bekräftigt der Ex- Profi, dem bewusst ist, dass sich sein Team kaum noch schlechter als beim Gastspiel im Hammer Süden präsentieren kann. „In Rhynern hat so viel gefehlt – wenn wir gegen Dornberg irgendetwas richtig machen, wäre das ja schon eine Steigerung“, sagt der HSV-Coach.

Zu sorglos sei die Mannschaft in der Defensive gewesen, die Aggressivität habe gefehlt. „Wir müssen mehr Zweikämpfe führen und gewinnen“, fordert Müller. Wie es nach der Demütigung im Derby um die Psyche seiner Mannen bestellt ist, weiß der 36-Jährige indes noch nicht genau. „Ich hoffe, dass es eher motiviert. Aber es ist natürlich nicht auszuschließen, dass der ein oder andere etwas verunsichert ist“, erklärt Müller.

Auch die Dornberger werden mental vielleicht nicht in allerbester Verfassung nach Hamm kommen. Schließlich kassierten sie im Gegensatz zur HSV in der neuen Saison nicht nur eine Niederlage, sondern gleich zwei und kassierten dabei jeweils vier Gegentore (0:4 beim TuS Ennepetal, 3:4 gegen die SG Wattenscheid 09). Während die Hammer nach dem 4:0-Auftakterfolg über Roland Beckum also immerhin schon drei Zähler auf dem Konto haben, wartet der TuS noch auf den ersten Punktgewinn. Trotzdem wehrt Müller sich dagegen, „dass wir Favorit sind. Um das einzuschätzen, wird es noch eine Weile dauern.“ Anders als die HSV sei Dornberg schließlich schon in der vergangenen Saison in der fünfthöchsten Spielklasse, die damals noch NRW-Liga hieß, angetreten. Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams in der Evora Arena endete im Januar 2011 3:3.

Mit dem 5:0-Sieg im Kreispokal beim Königsborner SV am vergangenen Mittwoch entledigte sich die HSV einer Pflichtaufgabe. „Ich bin für unser Selbstvertrauen froh, dass wir das souverän gelöst haben. Damit haben wir ein weiteres Negativerlebnis vermieden“, betont Müller. Dennoch ist die Ausgangslage gerade in personeller Hinsicht nicht einfach. Der Spielertrainer fällt wegen Oberschenkelproblemen weiterhin aus. Hinzu kommen neben den langzeitverletzten Michael Erzen, Carsten Sichler, Rouven Meschede und Ferhat Cerci Philipp Schnettker mit einer Bänderverletzung und Daniel Dick, der beruflich verhindert ist. Auch bei Oliver Glöden (Sprunggelenksprobleme) geht die Tendenz dahin, dass er es nicht in den Kader schafft. Noch offen ist, ob Felix Backszat seine Fußprellung rechzeitig in den Griff bekommt. Gianluca Greco, der in Königsborn mit Kreislaufproblemen ausgewechselt wurde, steht dagegen voraussichtlich wieder zur Verfügung. cm

Nächstes Spiel

Oberliga Westfalen
Spiel auf fussball.de ...

Stadionmagazin

Stadionmagazin

Hauptsponsor

24nexx

Premium Partner

premium

Business Partner

business

Classic Partner

classic