Zum Anfang

Nie in Gefahr

20120903Salehi

HSV reicht durchschnittliche Leistung zum verdienten 2:0-Erfolg gegen Dornberg

HAMM • Nach dem Spiel verblüffte Zafer Atmaca, der Trainer des TuS Dornberg, sein Gegenüber auf Seiten der Hammer SpVg, Lars Müller. „Man hätte heute einen Punkt mitnehmen können“, gab der Gästecoach auf der Pressekonferenz zu Protokoll. Dabei war der 2:0 (1:0)-Sieg der HSV „verdient“, wie Müller dann auch extra betonte. Doch ganz unrecht hatte Atmaca mit seiner Aussage nicht.

Es hätte gegen wenig überzeugende Hammer allerdings eines stärkeren Gegners bedurft, als es das Schlusslicht der Oberliga Westfalen in Evora Arena war. „Wir hätten die Fehler abstellen müssen und uns mehr konzentrieren müssen“, meinte der Dornberger Trainer. Mehr spielerische Klasse und Durchsetzungsvermögen hatte den Gäste obendrein auch noch gefehlt. So reichte der HSV eine durchschnittliche Leistung zum Erfolg.

Richtig gut war nur die Anfangsphase der Hammer, in der sie die Dornberger in deren Hälfte störten und zu Fehlern zwangen. „Wir wollten früh Druck machen“, meinte Felix Backszat. Und das gelang. Keine zwei Minuten waren gespielt, als Jochen Höfler nach einem Ballgewinn von Dennis Buschening das Leder schon an TuS-Torwart Kai Potthoff vorbeigespitzelt hatte, ein Verteidiger aber noch vor der Linie klärte. Die HSV brachte Dornberg in Bedrängnis, wenn sie nach Balleroberungen schnell spielte. So boten sich Höfler zwei weitere gute Gelegenheiten (10., 14.) zur Führung. Diese Szenen führte Lars Müller ebenso an, wie den Kopfball aus fünf Meter von Daniel Schaffer, der neben das Tor flog (38.), um die Meinung von Atmaca zu widerlegen.

20120903GrecoDoch nach der ordentlichen Anfangsviertelstunde verloren die Hammer den Zugriff auf die Partie. Das lag vor allem an den zahlreichen Fehlern im Spielaufbau, mit denen sich der Gastgeber Räume verbaute. Hinten brannte gegen limitierte Dornberger nichts an, weil die HSV zweikampfstark potenzielle Gefahrenherde meist früh löschte. Nur zweimal musste Torwart Kuschmann in den ersten 45 Minuten eingreifen. Erst war er vor dem enteilten Yasin Türkyilmaz zur Stelle (22.), beim zweiten Mal wehrte er stark den Weitschuss von Ufuk Basdas ab (44.).

Aus dieser Parade entwickelte sich die Führung der HSV. Höfler war auf rechts in den Strafraum gestürmt, doch Potthoff verkürzte gut den Winkel, der Ball prallte zur Seite, wo Gianluca Greco energisch und erfolgreich nachsetzte (45.). Der berühmte Treffer „zum guten Zeitpunkt“, wie Backszat befand. „Das 1:0 fiel perfekt, besser geht´s nicht“, meinte der Torschütze.

Nach dem Wechsel überließ die HSV dem Gegner den Spielaufbau, der damit jedoch weitgehend überfordert war. Die Führung geriet nur einmal in Gefahr, und das nicht weil „wir ein bisschen die Aggressivität verloren haben“, wie Greco bekannte, sondern weil der eingewechselte Thomas Müller in einem unnötigen Zweikampf am eigenen Strafraumeck den Ball vertendelte. Doch Matthäus Wieckowicz spielte ungeschickt am besser postierten Türkyilmaz vorbei (71.).

Für die Hammer vergaben Backszat mit einem Heber (62.), Salehi aus der zweiten Reihe (68.) und Höfler, dem der Ball nach schönem Backszat-Pass zu weit von der Brust sprang (73.), die vorzeitige Entscheidung. Doch insgesamt agierten die Hammer in der Offensive zu fahrlässig. „Wir spielen das nicht ordentlich zu Ende“, monierte Backszat. „Die Konzentration für den letzten Pass hat gefehlt“, sagte Spielertrainer Müller, der weiter verletzt ausfiel.

Dass die HSV nicht noch zittern musste, lag an Janis Theermann, der acht Minuten vor Schluss ein Schüsschen von Schaffer gegen die Laufrichtung seines Keepers ins Tor abfälschte. Für Dornberg vergab Wieckowicz daraufhin die einzige herausgespielte Chance kläglich aus zehn Metern (85.). Lars Müller nahm das gelassen zur Kenntnis und lobte stattdessen die Lauf- und Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft. bob

Hammer SpVg: Kuschmann – Baum, Harder, Krug (31. T. Müller), Kaminski – Backszat – Salehi, Schaffer – Buschening (61. R. Giersch) – Greco, Höfler
TuS Dornberg: Potthoff – Haukambe, Schmidt (46. Pereira-Correira), Höveler, Gül – Theermann, Basdas – Kambach, K. Kaya (59. Arslan), Rhilane (66. Wieckowicz) – Türkyilmaz
Schiedsrichter: Kilian Gochermann (Bochum)
Zuschauer: 600
Tore: 1:0 Greco (45.), 2:0 Schaffer (82.)
Gelbe Karten: Backszat, Salehi / –



Nächstes Spiel

Oberliga Westfalen
Spiel auf fussball.de ...

Stadionmagazin

Stadionmagazin

Hauptsponsor

24nexx

Premium Partner

premium

Business Partner

business

Classic Partner

classic