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Mit der Raute als Notlösung

20120902Harder

Die Verletzungsmisere schlägt bei der Hammer SpVg schon wieder voll zu

HAMM • Nach der Derby-Pleite in Rhynern vor Wochenfrist änderte HSV-Spielertrainer Lars Müller gegen Dornberg die taktische Aufstellung seiner Mannschaft. Das war aber weniger eine Reaktion auf die schlechte Leistung am Papenloh, sondern dem geschuldet, „was wir für Möglichkeiten haben mit unserem Spielermaterial“, erklärte Müller, der zum ersten Mal in seiner Zeit im Hammer Osten mit einer Raute im Mittelfeld agieren ließ.

Schon zu Beginn der Oberliga-Saison ist die Kadertiefe der HSV aufgezehrt. Müller hat kaum noch Alternativen. Neben den Langzeitverletzten Michael Erzen, Carsten Sichler, Rouven Meschede und Ferhat Cerci fielen in dieser Woche zusätzlich zum Spielertrainer Philipp Schnettker und Daniel Dick sowie Nico Schiller kurzfristig (Fieber) aus. Zudem saß Oliver Glöden mit seinem lädierten Sprunggelenk nur für den Notfall auf der Bank. Und da auch die Reserve derzeit lediglich mit Mühe eine komplette Elf aufbietet zog Müller keinen Akteur hoch.

Damit aber nicht genug, denn nach einer halben Stunde signalisierte Sebastian Krug, dass er nicht weitermachen könne. Er hatte ein Knie in den Rücken bekommen. Weitere 30 Minuten später musste auch Dennis Buschening raus, den Angreifer plagten nach gesundheitlichen Problemen unter der Woche Krämpfe.

Buschening war einer der Akteure, die sich bei Müllers taktischem Wechsel umorientieren musste. Er agierte im Mittelfeld, als offensive Spitze der Raute. Daniel Schaffer rückte im Vergleich zur Rhynern-Partie auf links, Sam Salehi übernahm auf rechts und Felix Backszat bekleidete die defensive Rolle. Ein „bisschen umstellen“ musste sich Backszat schon, gab er zu, nachdem er sonst auf einer Höhe mit Abräumer Glöden spielt. „Das war schon in Ordnung“, stufte Müller die Premiere als gelungen ein, „weil alle sehr viel gelaufen sind“.

Zumindest die im 4-2-3-1 antretenden Dornberger nutzten das personelle Übergewicht in der Mittelfeldzentrale nicht, obwohl vor allem, wenn Backszat sich in den Spielaufbau einschaltete, Löcher vorhanden waren. Das passierte häufig, weil beinahe jeder Angriff über die Nummer zehn der HSV ging. Dabei war der Abstand zwischen Backszat und Buschening oft zu groß für einen geordneten Spielaufbau, was Müller damit erklärte, dass er den Auftrag erteilt hatte, direkt umzuschalten und mit langen Bällen zu arbeiten. „Das ist ja in Ordnung, wenn die Stürmer schnell sind“, begründete der Spielertrainer, der jedoch ebenfalls erkannte, dass die Pässe „oft zu ungenau“ waren.

Erst als Pascal Harder nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Buschening den defensiven Part übernahm, machte die HSV endgültig dicht. Weil Thomas Müller und Robin Giersch die Außenpositionen übernommen hatten, bestand die mit Krug und Harder gestartete Innenverteidigung ab diesem Zeitpunkt aus Michael Kaminski und Michael Baum. Das Umstellen nach den zahlreichen Ausfällen hat Lars Müller schließlich schon in der vergangenen Saison gelernt. bob

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