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Müller sieht „Angsthasenfußball“

20120908Buschening

HSV-Spielertrainer nach erneuter Auswärtsniederlage bedient

LIPPSTADT • Auswärts ist für den Fußball-Oberligisten Hammer SpVg weiter nichts zu holen. Während in der heimischen Evora Arena zwei souveräne Siege zu Buche stehen, musste das Team von Spielertrainer Lars Müller nach der 0:4-Pleite in Rhynern auch aus Lippstadt mit einer deutlichen Niederlage die Heimreise antreten. Die HSV unterlag am Freitag Abend vor 850 Zuschauern wiederum mit 0:4 (0:1) – und sorgte für einen völlig verärgerten und aufgebrachten Lars Müller.

„Das war absolut nicht ausreichend. Nicht für die Oberliga. Und auch nicht für eine andere Liga“, wetterte der Spielertrainer. „Vorne spielen wir Angsthasenfußball, behaupten den Ball nicht und bekommen keine Ballstafette hin. Und hinten stellen wir uns unmöglich an. Das war eine Katastrophe.“

Wie erwartet stand Lars Müller selbst wieder in der Anfangsformation, seine Oberschenkelverletzung war ausgeheilt. Und über mangelnde Arbeit durfte sich der Ex-Profi nicht beklagen. Denn von Beginn an nahmen die Platzherren das Heft in die Hand und drängten die Hammer in die Defensive. Die erste heikle Szene, die die Gaste zu überstehen hatte, kreierten die Platzherren geschickt aus der Zentrale heraus, als sich Ardian Jevric mit einer feinen Einzelleistung durchsetzte, mit seinem Schuss aber an Alexander Kuschmann scheiterte (3.).

Die Hammer gaben im ersten Durchgang lediglich einen Versuch Richtung SVL-Gehäuse ab, aber der Schuss von Lars Müller bereitete dem Ex-Rhyneraner Christopher Sander im Tor der Lippstädter keine Proleme (21.). Weitaus energischer und vor allem zielstrebiger agierten dagegen die Gastgeber. Zuerst traf Victor Maier nach einem Fehler von Lars Müller nur das Außennetz (28.), dann machte es der torgefährliche Offensivsspieler beim nächsten Angriff besser. Der Lippstädter nahm einen langen Abschlag von Sander auf und traf aus halblinker Position zum verdienten 1:0 (32.). Und mit ein bisschen Pech hätte die HSV zur Pause sogar mit 0:2 in Rückstand liegen können. Doch nach einer Flanke von der rechten Seite lenkte Kuschmann das Leder nach einem Kopfball von Jevric mit großer Mühe über die Latte (35.).

Die zweite Halbzeit begann dann mit einer kalten Dusche für die HSV, die sich in der Kabine eigentlich viel vorgenommen hatte. Denn nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff sorgten die Lippstädter für die Vorentscheidung. Wieder einmal hatte sich Lars Schröder über die rechte Seite durchgesetzt. In der Mitte stand erneut Maier goldrichtig und schob zum 2:0 ein (48.). Damit nicht genug. In der 65. Minute fand das Maier-Festival seine Fortsetzung. Schröder hatte den Ball per Kopf verlängert, so dass Maier alleine auf Kuschmann zueilte und per Flachschuss zum 3:0 (65.) traf. Für den Schlusspunkt sorgte in der 80. Minute Schröder, der nach Vorarbeit von Marc Polder das 4:0 markierte. „Wir haben in der Höhe völlig verdient verloren. Hinten waren wir viel zu nachlässig. Und vorne haben wir gar nicht stattgefunden,“ schimpfte Müller, der übrigens nicht verletzungsbedingt zur Pause das Feld für Sem Salehi geräumt hatte: „Ich war zwar gesund, aber nicht fit. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich den Jungs helfen kann.“ –pad

SV Lippstadt 08: Sander – Kickermann, Lübbers, Riemer, Dyballa (79. Rath) – Fischer-Riepe (82. Pahlke), Barton – Schröder. maier, Jevric – Traufetter (73. Polder)
Hammer SpVg
: Kuschmann – T. Müller (65. Dick), Harder, Krug, Kaminski – Glöden, Backszat – Schaffer (76. Giersch), L. Müller (46. Salehi) – Buschening, Höfler
Schiedsrichter
: Tim Neubauer
Zuschauer
: 850
Tore
: 1:0 Maier (32.), 2:0 Maier (48.), 3:0 Maier (65.), 4:0 Schröder (80.)
Gelbe Karten
: Fischer-Riepe, – Kaminski, Harder

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