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„Unterschätzen Lage nicht“

20120915Heven

„Ganz wichtiges“ Spiel für die HSV gegen den TuS Heven 09

HAMM • Zwei Auswärtsniederlagen mit jeweils vier Gegentreffern in der Meisterschaft, dazu nun das Aus im Viertelfinale des Kreispokals bei der klassentieferen SpVg Holzwickede – beim Fußball-Oberligisten Hammer SpVg läuft es nicht rund.

Das weiß auch Lars Müller. „Wir sehen, dass die Situation nicht normal ist und dass wir da herauskommen müssen. Wir unterschätzen die Lage nicht, das wäre fahrlässig. Aber wir analysieren das alles in einem seriösen Rahmen“, sagt der Spielertrainer und betont: „Ich spüre da vereinsintern keine Unruhe.“

Der Coach verweist auf die Gründe für den holprigen Start, der mit dem dritten Heimsieg am Sonntag (15 Uhr, Evora-Arena) gegen den Tabellenvorletzten TuS Heven 09 aufgebessert werden soll. Vor allem die Personalnot mache seinem Team zu schaffen. Der Umstand, dass wichtige Spieler fehlten, einige Akteure mangels Alternativen trotz leichter Blessuren auf dem Feld stünden und die Startformation oft umgestellt werden müsse, führe dazu, „dass wir nicht so eingespielt sind, wie wir es gerne hätten. Einzelne Spieler sind nicht in Top-Form – und wir als Mannschaft auch nicht.“

Was sich ändern soll. Doch dazu ist nicht zuletzt Geduld erforderlich. „Wir müssen jetzt einfach schauen, dass wir Konstanz reinbekommen, sowohl, was das Spielsystem als auch was die Stammelf anbelangt“, erklärt Müller. „Und jeder Einzelne muss zusehen, dass er sich – in gesundem Zustand – über die Trainingsteilnahme wieder in die nötige Form bringt.“

Doch personell wird sich die Situation bis morgen kaum entspannen. Bei Michael Kaminski ist die alte Hüftverletzung in Holzwickede wieder aufgebrochen, sein Einsatz gegen Heven ist mehr als fraglich. Robin Giersch stünde als Alternative parat. Felix Backszat wird trotz Nackenproblemen wohl spielen, die langzeitverletzten Michael Erzen, Carsten Sichler, Rouven Meschede und Ferhat Cerci noch länger nicht. Daniel Schaffer laboriert an den Folgen eines Muskelfaserrisses. „Aber ich gehe davon aus, dass die Jungs, die auf dem Platz stehen, stark genug sind, um zu gewinnen – wenn wir das Spiel richtig angehen“, sagt Müller.

Soll heißen: mit der nötigen Einstellung, die die Chancenund Konzeptlosigkeit des Lippstadt-Spiels vergessen lässt. An die Anfangsphase der Partie in Holzwickede solle seine Mannschaft anknüpfen, wo sie zunächst vieles richtig gemacht habe, ehe sie den Faden verlor. Dass die HSV morgen gegen die noch sieglosen Hevener, die ihre beiden Punkte jeweils auswärts in Neuenkirchen (0:0) und Ennepetal (1:1) sammelten, automatisch in der Favoritenrolle ist, weist Müller zurück. „Ich wehre mich dagegen, schon nach vier Spieltagen Mannschaften in Schubladen zu stecken. Das kann man mit Lippstadt, Erkenschwick oder Wattenscheid machen, aber nicht mit dem Rest“, sagt der 36-Jährige und weiß um die Bedeutung des Duells mit den Wittenern: „Das wird ein schweres Spiel – aber auch ein ganz wichtiges, ohne Frage.“ fh

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