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Großer Frust bei der HSV

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„Wir könnten anstelle von Hüls in der NRW-Liga spielen“

Hammer ärgern sich im Nachhinein über die vielen vergebenen Chancen
HAMM • Als Holger Wortmann gestern Morgen die Sportseiten des Westfälischen Anzeigers aufschlug, da kam der Ärger beim Trainer der Hammer SpVg wieder hoch. Denn da las er, dass der VfL Hüls als Viertletzter der vergangenen Saison in der NRW-Liga nun doch den Klassenerhalt geschafft hatte. „Da war ich richtig gefrustet. Denn wir könnten anstelle des VfB in der NRW-Liga spielen, wenn wir in Herne den Elfmeter reingemacht oder im letzten Heimspiel gegen Velbert ein Tor geschossen hätten“, schimpfte der Coach, der mit seinem Team den drittletzten Platz belegt hatte und nun in der Westfalenliga antreten muss. Auch Manfred Balcerzak, der Sportliche Leiter der HSV, zeigte sich sichtlich enttäuscht: „Das ist mehr als ärgerlich. In der Tat haben wir viele Möglichkeiten gehabt, Hüls hinter uns zu lassen. Ichkann mich an viele Spiele erinnern, bei denen wir Punkte unnötig verschenkt haben.“

Balcerzak war aber auch darüber verstimmt, dass mit RW Essen und dem Bonner SC, die aufgrund ihrer finanziellen Probleme keine Lizenz für die Regionalliga erhalten haben, nun zwei Vereine mit großen wirtschaftlichen Sorgen in der NRW-Liga antreten. „Es ist ein Unding, dass zwei Clubs, die aufgrund von wirtschaftlichen Missbrauchs eine Klasse runter mussten, in der NRW-Liga spielen dürfen, und andere, die ordentlich haushalten, nicht. Im Grunde ist die Entscheidung richtig, wir hatten es ja von der sportlichen Seite nicht geschafft, von der wirtschaftlichen Seite hätten wir es allerdings eher verdient gehabt als Vereine wie Essen und Bonn.“

Nach Meinung von Manfred Balcerzak hatte der Verband Angst vor einer erneuten Klage, und dass er wieder vor Gericht verliert. So wie schon in den Verfahren gegen Schermbeck und Speldorf vor einem Jahr. „Daher hat der Verband jetzt klein beigegeben“, so der Sportliche Leiter.

Dennoch wollen sich die HSV-Verantwortlichen nicht länger mit dieser Problematik beschäftigen, sondern vielmehr den Blick nach vorne richten. „Wir haben die Mannschaft für die Westfalenliga zusammengestellt, aber ich glaube, dass wir mit dem gleichen Kader auch in der NRW-Liga mithalten können. Aber was nützt uns lamentieren. Wir müssen uns sportlich auf die Westfalenliga vorbereiten und alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison schaffen“, sagte Balcerzak. Ähnlich sah es Holger Wortmann. „Man darf diesen vergebenen Chancen nicht nachtrauern. Wir haben ein Ziel vor Augen, für das wir hart arbeiten werden.Und dafür müssen wir die Köpfe frei kriegen“, sagte der Hammer Trainer, der dem Nichtabstieg des VfB Hüls am Ende sogar noch etwas Positives abrang: „Hüls wäre in der Westfalenliga ein ernst zu nehmender Gegner im Kampf um den Wiederaufstieg gewesen. Jetzt haben wir den VfB nicht mehr vor der Brust, und das ist ja auch nicht schlecht.“ –pad–/bob

Quelle: Westfälischer Anzeiger

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