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„Ein 0:0 wäre gut gewesen“

20120924Dick

Positive Ansätze trotz 0:1 / Meschede und Cerci wieder im Training

ERNDTEBRÜCK • Das Gefühl einer Auswärtsniederlage ist für die Hammer SpVg in dieser Saison nicht neu. Und doch hatte das 0:1 des Fußball- Oberligisten in Erndtebrück eine andere Qualität als die deutlichen Pleiten in Rhynern und Lippstadt (0:4) oder das Kreispokal-Aus bei der SV Holzwickede (1:3). Denn im Unterschied zu diesen drei Partien zogen die Hammer bei der vierten Nullrunde in der Liga ihre Strategie durch, wirkten einsatzfreudig und taktisch diszipliniert.

Erstmals versuchte es Spielertrainer Lars Müller mit einer defensiveren Herangehensweise. Lediglich Jochen Höfler beackterte das Angriffszentrum, Gianluca Greco ließ sich ins offensive Mittelfeld fallen. Eine Planänderung, die der nach wie vor angespannten Personallage geschuldet ist. „Für das, was wir spielen wollen, fehlen uns zwei, drei Leute“, erklärte Müller, denn: „Die Mannschaft stellt sich im Moment von alleine auf. “ Umso mehr gefiel dem 36-Jährigen, wie seine Elf die personellen und taktischen Rochaden im Kreis Siegen wegsteckte. „Wir haben das ohne Training eigentlich ordentlich gemacht.“

Das Punktekonto der Truppe aus dem Hammer Osten bleibt trotzdem weiterhin bei sechs Zählern eingefroren. „Ein 0:0 wäre gut gewesen, um den Negativtrend zu stoppen“, sagte Mittelfeldmann Oliver Glöden, der zugab, dass die HSV derzeit schnell an ihre Grenzen stößt: „Wir sind im Moment nicht in der Lage, zehn Hundertprozentige herauszuspielen.“ Und bei den wenigen eigenen Möglichkeiten, so Abteilungsleiter Jens Heusener, „fehlte uns ein bisschen die Ruhe. Aber wo soll die im Moment auch herkommen?“

Dennoch nahm der Funktionär auch positive Eindrücke aus dem Pulverwaldstadion mit. „Vom Einsatzwillen her kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, stellte Heusener klar. Glöden stimmte dem zu – trotz der vierten Niederlage im sechsten Liga-Spiel. „Sorgen muss man sich um uns nicht machen. Wir kommen da wieder heraus“, so der 2,01-m-Hüne.

Diskussionen um den Spielertrainer sind derweil weiterhin tabu, auch wenn Müller selbst genervt auf die Frage reagierte, ob er Unruhe gegen seine Person spüre. „Kann ich das denn beeinflussen?“, fragte der Coach rhetorisch. Aber Heusener kann es. Und der erklärte eine Trainer- Debatte wie schon nach dem 1:3 gegen den TuS Heven in der Vorwoche für unangebracht: „Das ist gar kein Thema.“ Ohnehin seien Müller die Hände gebunden, betonte Abwehrrecke Sebastian Krug. „Was soll der Trainer machen? Personelle Alternativen haben wir nicht“, so der 27-Jährige. Das könnte sich jedoch bald ändern. Denn Ferhat Cerci und Rouven Meschede haben das Training wieder aufgenommen. „Ich hoffe, dass Rouven am kommenden Sonntag zumindest für die Bank eine Alternative ist“, sagte Heusener. cm

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