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Probleme bleiben

20120926Harder

Müller sucht keine Ausreden

HAMM • Es war Lars Müller anzumerken, dass er hin- und hergerissen war. Einerseits hatte die Hammer SpVg bei ihrer 0:1-Niederlage in der Fußball-Oberliga beim TuS Erndtebrück über weite Strecken die Vorgaben des Spielertrainers umgesetzt. Andererseits blieben die Probleme während und nach dem Gastspiel nahe der hessischen Grenze die gleichen wie in den Wochen zuvor: zu wenig Punkte und jede Menge Verletzte.

„Wir standen ordentlich gegen den Ball, obwohl wir wieder alles umkrempeln mussten“, lobte Müller sein Team nach dem Schlusspfiff und klagte: „Wir können sonntags nie das machen, was wir uns montags zuvor vorgenommen haben.“ Damit verwies er indirekt auf den neuesten Zugang im HSV-Lazarett. Denn Innenverteidiger Pascal Harder steht mit einem Bänderriss im Sprunggelenk vorerst nicht zur Verfügung, wurde in Erndtebrück vom jungen Michael Prothmann vertreten. Kein Satz fasst den schmalen Grat, auf dem die Hammer wandeln, so treffend zusammen wie der Ausspruch von Sebastian Krug. „Die sieben, acht Verletzten fehlen uns natürlich schon. Das darf aber nie eine Ausrede sein“, gab der Mann aus dem Abwehrzentrum in Erndtebrück zu Protokoll. Einerseits wollen sie, wie Müller sagt, auf der personellen Situation „nicht herumreiten“. Andererseits scheint die Vermutung nicht allzu abwegig, dass Spielweise und Ergebnisse mit einigen Alternativen mehr anders aussähen.

Das Resultat in Erndtebrück war sicher auch den mutig und engagiert auftretenden Gastgebern geschuldet. „Wir haben insgesamt mehr für das Spiel getan, mehr Anteile gehabt“, sagte TuS-Trainer Peter Cestonaro. Und so waren sich beide Coaches letztlich einig, dass der Sieg für die Hausherren verdient war. „Das ist ja keine Wurst-Truppe. Die sind richtig gut“, bemerkte Müller. Zähneknirschend ergänzte er: „Ich hätte mir trotzdem gewünscht, dass wir uns für unseren Aufwand belohnen.“ Und als Belohnung hätten die Hammer bereits ein 0:0 empfunden. „Ein Punkt wäre für die Moral wichtig gewesen“, betonte Krug.

So aber steht die vierte Saison- Niederlage in der Liga zu Buche. Die drei Auswärtsspiele gingen gar ohne eigenen Tor-Erfolg verloren. Hinzu kommt das Viertelfinal-Aus im Kreispokal bei der SV Holzwickede (1:3). „Wir müssen schauen, dass wir halbwegs wieder in die Spur kommen“, gibt Fußball-Abteilungsleiter Jens Heusener die Losung für die kommenden Partien aus. Denn wenn das Konto von sechs Zählern nicht bald aufgestockt wird, könnte es sein, dass das Bild der Geschlossenheit, das die HSV derzeit in der Trainer- Frage nach außen noch abgibt, Schrammen bekommt.

Der Gegner im nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag heißt SuS Neuenkirchen. „Die sind auch unbequem“, weiß Heusener und erinnert sich noch zu gut daran, dass die Neuenkirchener ihre vergangenen beiden Auftritte in Hamm mit 1:0 für sich entschieden. Einfach wird es die HSV auch diesmal nicht haben, auch wenn die Rückkehr der lange verletzten Ferhat Cerci und Rouven Meschede offenbar bevorsteht. cm

Quelle: Westfälischer Anzeiger

Spiel verlegt
Die Hammer SpVg hat ihr Oberliga-Spiel bei der SG Wattenscheid 09 verlegt. Anstoß ist am Freitag, 19. Oktober, um 19.30 Uhr im Lohrheidestadion. Eigentlicher Termin war Sonntag, 21. Oktober (15 Uhr), gewesen.


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