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Auf die Zähne gebissen

20121001Harder

Pascal Harder eine Woche nach seinem Bänderriss wieder auf dem Platz

HAMM • Es grenzt an ein Wunder, dass Pascal Harder die Mannschaft der Hammer SpVg zur Partie gegen den SuS Neuenkirchen wieder als Kapitän auf das Feld führte. Genau sieben Tage zuvor hatte sich der Defensivmann der HSV bei der Partie in Erndtebrück einen Bänderriss im linken Knöchel zugezogen. Jetzt stand er mit dick getapetem Fuß wieder in der Mittelfeldzentrale seines Teams – die Personalnot im Hammer Kader machte es möglich. „Das war ein wichtiger Punkt für unsere Mannschaft, die ja wieder dezimiert ins Spiel gegangen ist“, atmete Harder auf. „Wir haben viel gekämpft, viel gearbeitet. Daher ist das Unentschieden verdient.“

Auch für Harder selbst war es ein zäher Kampf, bis er endlich in der Begegnung war. „In der ersten Halbzeit war ich komplett von der Rolle“, stellte er selbstkritisch fest, „weil ich mir auch persönlich zu viel vorgenommen hatte. Denn als Kapitän willst du dann auch das Ruder herumreißen. Aber da waren ein, zwei Situationen, wo ich ein bisschen gepennt habe. In der zweiten Halbzeit hat es dann ja zum Glück besser geklappt.“

Dass er dennoch nach der Pause weiterspielen durfte, lag wohl auch an den mangelnden Alternativen. Denn während die Hammer im Vorfeld noch damit gerechnet hatten, dass Rouven Meschede nach überstandener Schambeinverletzung erstmals wieder in der Startformation stehen und Ferhat Cerci auf der Bank Platz nehmen würde, mussten beide doch noch passen. Während Cercis Adduktorenverletzung bereits im Donnerstagstraining wieder aufbrach, meldete sich Meschede grippekrank ab. „Es gibt nichts, worauf wir aufbauen können“, stellte Spielertrainer Lars Müller entnervt fest. „Wir retten uns von Spiel zu Spiel, von Aufstellung zu Aufstellung und von Taktik zu Taktik. Das kann auf lange Sicht nicht zum Erfolg führen.“

Zumindest Pascal Harder steigerte sich nach der Pause enorm, spielte trotz der Schmerzen eine solide Partie. „Ich habe die ganze Woche über mit unserem Physiotherapeuten gearbeitet“, freute er sich, dass der Knochen gehalten hat und dass es sich gelohnt hat, auf die Zähne zu beißen. „Am Samstag habe ich dem Trainer gesagt, dass es geht, dass der Knöchel nicht dicker geworden ist. Hundertprozentig ausgeheilt ist es nicht, aber ganz kaputt ist es auch nicht.“ Eine Aussage, die irgendwie auch auf die Situation der Hammer SpVg zutrifft. güna

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