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Kämpfen, rennen, laufen

20121008Mannschschaft

HSV siegt mit 2:0 und großem Einsatz beim FC Gütersloh

GÜTERSLOH • Da machte der Gang zu den Fans wieder Spaß. Locker und entspannt schlenderten die Spieler des Fußball-Oberligisten Hammer SpVg zu den wenigen mitgereisten Zuschauern, die am Zaun des Gütersloher Heidewaldstadions auf sie warteten. Dabei hatten die HSV-Akteure den sonst obligatorischen Dank für die Unterstützung nach dem 2:0 (2:0)-Erfolg beim FC Gütersloh zuvor fast schon vergessen – kein Wunder nach zuletzt vier sieglosen Begegnungen in Folge.

„Dieser Erfolg war sehr wichtig“, atmete HSV-Spielertrainer Lars Müller auf. „Denn man hat schon gemerkt, dass wir in einer schweren Phase sind. Deshalb hat es mich gefreut, dass wir genau das gemacht haben, was man braucht, um da rauszukommen – kämpfen, rennen, laufen und sich gegenseitig helfen.“ Auf der anderen Seite stand dagegen ein ratloser Gütersloher Coach. „Wir haben in der Pause in der Kabine gesessen und uns gefragt, wie die Hammer mit 2:0 führen können“, sagte Holger Wortmann. „Wir waren sicher, dass wir es noch drehen, haben dann aber nach dem Wechsel ohne Selbstvertrauen gespielt.“

Müller hatte sein Team nach der schwachen Heimvorstellung beim 2:2 gegen Neuenkirchen erneut umgebaut, hatte Pascal Harder zurück in die Innenverteidigung beordert und dafür Dennis Krautwurst auf die Sechs. Zudem begann Nico Schiller im für ihn ungewohnten rechten Mittelfeld für Daniel Dick. „Nico hat es einfach verdient“, begründete Müller seine Entscheidung. „Ich habe vor dem Spiel zu ihm gesagt, ‘dann geht man halt auf seiner Nicht-Lieblingsposition nicht mit der Kickernote eins vom Platz, aber mit dem Willen und der taktischen Cleverness, die du hast, wird es auch keine fünf oder sechs, sondern vielleicht eine zwei oder drei’.“

20121008HoeflerDass es in seinen Augen nicht nur für Schiller, sondern für die gesamte Mannschaft eine zwei wurde, hatte vor allem mit der Einstellung zu tun, die die HSV-Spieler hatten. Von Beginn an legten sie in dieser für beide Teams so wichtigen Begegnung eine ganz andere Körpersprache an den Tag als noch gegen Neuenkirchen. Mit Kampf und Einsatz wurde die schwierige Startphase überstanden, in der Gütersloh gleich mehrfach hätte in Führung gehen können.

Doch Pascal Röber, dessen Kopfball aus kurzer Distanz über die Latte strich (7.), Stephan Eggert, der mit einem satten Schuss nur den Kopf von HSV-Defensivmann Michael Baum traf (10.) und Benjamin Kolodzig, dessen Versuch sich auf die Latte senkte (25.) blieben ohne Torjubel. Sie sorgten dafür, dass die HSV nach langer Zeit wieder einmal das nötige Glück hatte, um eine solche Drangphase unbeschadet zu überstehen. Da ließ es sich selbst verschmerzen, dass Jochen Höfler das Spielgerät nach Balleroberung von Krautwurst im Mittelfeld und einem feinen Pass von Schiller freistehend in die Arme von FC-Keeper Joswig schob (25.). „Es war wichtig, dass wir nach dieser Riesenchance nicht eingeknickt sind“, sagte Müller, dessen Team auch die frühe verletzungsbedingte Auswechslung von Gianluca Greco (Beckenprellung) verkraftete, für den Dick auf seiner angestammten Position im rechten Mittelfeld ins Spiel kam und Schiller in die Spitze rückte. „Wir sind weiter positiv geblieben und haben dann die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht.“ Das erste fiel vier Minuten später – nach einem Freistoß von Müller, den Oliver Glöden zum 0:1 ins Netz beförderte. Das zweite folgte, nachdem Jochen Höfler zehn Minuten später am Ex-Hammer Steven Degelmann vorbeizog, der ihn zu Fall brachte und Müller den fälligen Elfmeter sicher verwandelte. „Das war in Ordnung“, räumte der Gütersloher Innenverteidiger ein. „Wenn ich mich nicht beschwere, dann ist die Entscheidung immer richtig.“

Die zweite Hälfte hätte Schiedsrichter Waldemar Stor aus Oetinghausen eigentlich gar nicht mehr anzupfeifen brauchen. Nur einmal brannte noch Gefahr für das HSV-Tor auf, „als Michael Kaminski wirklich überragend klärt“, lobte Müller (52.). Ansonsten plätscherte die Begegnung ereignislos vor sich hin. Gütersloh bemühte sich, schob den Ball aber nur noch ideenlos vor der HSV-Abwehr her, die ihrerseits nun sicher stand wie die Bank von England. Und die Hammer spielten ihre Konterchancen auch nicht konsequent aus. „Ich muss da nicht unbedingt das dritte Tor machen“, sagte Müller. „Dann schießen wir das Ding von mir aus eben jedes Mal in Richtung Eckfahne, wenn es dafür hinten zu Null bleibt.“ In besonderen Situationen reicht eben auch schon eine gute Defensivleistung aus, um an ordentliche Kickernoten zu kommen. güna

FC Gütersloh: Joswig – Eggert, Degelmann, Beuckmann (46. Wiebusch), Kolodzig – Akbayram (76. Fuhsy), Kraus, Brinkmann, Röber – Parensen (46. Warweg), Eckel
Hammer SpVg: Kuschmann – Baum, Harder, Krug, Kaminski – Schiller (71. Wiff), Glöden, Krautwurst, L. Müller – Höfler, Greco (33. Dick)
Schiedsrichter: Waldemar Stor
Zuschauer: 874
Gelbe Karten: Eggert, Degelmann, Kolodzig – Schiller, baum, Greco
Tore: 0:1 Glöden (29.), 0:2 (41., Foulelfmeter) L. Müller

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