„Das ist unser Verdienst“

Kategorie: Erste Mannschaft
Veröffentlicht am Montag, 08. Oktober 2012 08:27
20121008Gloeden

Oliver Glöden ist einer der Türme in der Schlacht

GÜTERSLOH • Oliver Glöden schlenderte nach Spielschluss entspannt wie lange nicht mehr Richtung Kabine. Der Mittelfeldakteur der Hammer SpVg war rundum mit sich und der Welt zufrieden. Nicht nur, dass der 2,03- Meter-Hüne eine starke Leistung in der HSV-Defensive geboten hatte – nein, er hatte auch noch für den wichtigen Führungstreffer seiner Mannschaft gesorgt.

Dass bei der Entstehung des Tores in der 29. Minute nach einem Freistoß von Lars Müller viel Glück im Spiel gewesen war, lächelte Glöden souverän weg. „Das habe ich mit dem Rücken gemacht“, sagte er. „Ich bin reingelaufen, habe versucht, den Ball zu spielen, und dann ist er reingeplumpst – aber Tor ist Tor. Und die Hauptsache ist doch, dass ich ihn nicht mit der Hand gespielt habe.“ Dass Güterslohs Torhüter Michael Joswig bei der Aktion auf seiner Torlinie geblieben war, hatte Glöden „nicht überrascht“, und HSV-Spielertrainer Lars Müller war sich nicht sicher „ob ich da unbedingt als Torwart reinrumpeln möchte, wenn zehn Leute im Pulk stehen und als Beispiel ein Degelmann und ein Glöden hochspringen“, und fügte lachend an, dass der Gütersloher Keeper „für mich alles richtig gemacht hat“.

Nicht nur in dieser Szene entwickelte sich Glöden zu einem der Türme in der Schlacht. Immer wieder löschte er die Bälle im Mittelfeld, auch wenn wie bei seinen Kollegen die großen spielerischen Momente ausblieben. „Die Situation war ja nicht nur für uns schwierig. Beide Mannschaften sind in die Saison gestartet und haben eigentlich einen anderen Anspruch angemeldet“, sagte der 34-Jährige. „Jetzt standen wir beide mit dem Rücken zur Wand. Und ich denke, dass wir es besser angenommen und auch verdient gewonnen haben. Denn wenn man unten drin steht und es nicht läuft, muss man erst einmal über die kämpferische Schiene kommen.“

Dass die Hammer in Halbzeit zwei den Sack nicht vorzeitig zugemacht haben, konnte Glöden gut verschmerzen. „Wir haben versucht, uns nicht hinten reinzustellen“, sagte er. „Teilweise ist das mit den Kontern ganz gut gelungen – über Jochen Höfler, der immer anspielbereit und ganz fix unterwegs war. Und Gütersloh ist nicht viel eingefallen – das ist unser Verdienst.“ güna

Quelle: Westfälischer Anzeiger