Wieder nichts

Kategorie: Erste Mannschaft
Veröffentlicht am Freitag, 09. November 2012 23:08
20121110Stiepermann

TSG SPROCKHÖVEL – HAMMER SPVG 2:0 Erneutes dummes Gegentor leitet Niederlage ein

SPROCKHÖVEL • Sie sind gerannt, haben geackert, waren bemüht. Doch am Ende hat es für die Hammer SpVg wieder nicht gereicht. Mit 0:2 (0:1) verlor der Fußball-Oberligist sein Gastspiel in Sprockhövel. „Es interessiert hinterher keinen, ob du viel läufst“, meinte HSV- Spielertrainer Lars Müller nach der fünften Partie in Folge ohne Sieg ein wenig ratlos.

„Das ist unser Spiel“, brüllte Hamms Keeper Jan-Robin Stiepermann. Und in der Tat begann die HSV hochmotiviert und mit viel Engagement. Nach wenigen Sekunden startete Oliver Glöden den ersten Schussversuch, wurde aber an der Strafraumgrenze abgeblockt. „Wenn es läuft, geht der rein“, meinte Müller.

Stiepermann ersetzte im Tor Alexander Kuschmann, der ebenso wie Michael Baum auf der Bank Platz nahm. „Ich hatte meine Gründe dafür“, wollte Lars Müller nicht ins Detail gehen. In die Startelf der Gäste rückten zudem Daniel Dick als Rechtsverteidiger und Michael Prothmann für den verletzten Sebastian Krug (Halswirbelblockade). Die Hammer übten mit großer Laufbereitschaft Druck auf die TSG aus und brachten die Gastgeber durchaus in Verlegenheit.

Doch Müllers Mannschaft agierte zu hektisch, fand so in Tornähe auf dem schnellen Kunstrasen den eigenen Mann nicht. Aus eben dieser Hektik resultierte sogar das 1:0. Pascal Harder wollte einen Ball schnell zu Müller weiterleiten, doch ein Sprockhöveler fing den schlampigen Pass ab. Zwar drängten die Hammer die TSG wieder zurück, doch sie bekamen keinen Zugriff auf den Gegner. Stiepermann faustete die Flanke von Marcel Ramsey zu kurz raus. Dann blockte Harder den Schuss von Andrius Balaika, doch den zweiten Versuch von Sebastian Greitemann lenkte der Verteidiger unhaltbar ins Netz. „Abgefälscht, ein Klassiker“, so Müller konsterniert. Nur eine Minute hätte der Torschütze den Hammern beinahe ein ganz kalte Dusche verpasst, doch seinen Kopfball schnappte sich Stiepermann im Nachfassen. Die HSV war sichtlich geschockt angesichts des Rückstandes. „Klar, dass wir da in unserer Situation etwas Zeit brauchen“, so der Coach. Erst nach einer halben Stunde knüpften die Gäste wieder an den Druck der Anfangsphase an. Allerdings erneut ohne zu Chancen zu kommen. Die besten Gelegenheiten hatten Müller, dessen Schuss von der 16er-Grenze TSG-Keeper Patrick Knieps mit viel Mühe aus der Ecke fischte (32.), und Felix Backszat, der nach einem Solo aus vollem Lauf weit drüberschoss (35.). „Ich weiß nicht, warum die zur Pause führen“, meinte Müller.

Auch nach dem Wechsel änderte sich am Bild auf dem Kunstrasen nichts. Die Hammer absolvierten ein enormes Laufpensum, hatten ein optisches Übergewicht, doch ein geordneter Spielaufbau war nicht zu erkennen.

20121110DickDie Chance zum Ausgleich bot sich den Hammern eher zufällig. Ein Freistoß von halbrechts rutschte bis zum langen Pfosten durch, wo Victor Falk den Ball aus wenigen Metern nicht im Tor unterbrachte (67.). „Wir haben nicht das nötige Glück“, meinte Nico Schiller konsterniert. Vier Minuten später sah Dick nach einem Foul die Gelb-Rote Karte, ohne das dies zunächst großartig Einfluss auf das Geschehen hatte. Die Sprockhöveler hatten aber mehr Platz zum Kontern, zumal Müller reagierte und Gianluca Greco und Dennis Buschening für Oliver Glöden und Nico Schiller (76.) und kurz darauf auch Rouven Meschede erstmals nach seiner Mandel-OP (80.) brachte.

Greco bot sich noch einmal eine 2:1-Situation, doch sein Pass blieb am Verteidiger hängen. Erst ganz am Schluss setzte Sprockhövel dann die entscheidenden Konter. Zunächst reagierte Stiepermann noch glänzend, als er den Querpass von Berkant Canbulut zu Marcel Stenzel abfing (88.), doch als Canbulut in der Nachpsielzeit vor ihm auftauchte, war er machtlos. bob

TSG Sprockhövel: Knieps – Schulz, R. Meister, Kalina, Hahn (84. Ommer) – Greitemann, A. Meister – Stenzel, Canbulut, Balaika – Ramsey (75. Yesilova)
Hammer SpVg: Stiepermann – Dick, Prrothmann, Harder, Kaminski – Backszat, Glöden (76. Buschening) – Schiller (76. Greco), L. Müller (80. Meschede) – Höfler, Falk
Schiedsrichterin: Kathrin Hoffmann (Gladbeck
Zuschauer: 380
Tore: 1:0 Greitemann (16.), 2:0 Canbulut (90.)
Gelbe Karten: – / Kaminski
Gelb-Rote Karte: Dick wegen wiederholten Foulspiels (71.)

Quelle: Westfälischer Anzeiger