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Änderungen angekündigt

20121117Heinze

OBERLIGA Der neue Coach Sven Heinze und die HSV erwarten Erkenschwick

HAMM • Am Mittwoch hatte Sven Heinze nach seiner Beförderung zum Chefcoach der Hammer SpVg zum ersten Mal das Training der Oberliga-Mannschaft geleitet. Und seine Eindrücke waren gleich sehr positiv. „Die Jungs waren gewillt und motiviert, haben einen super Einsatz gezeigt“, erklärt der 34-jährige Nachfolger des am Montag entlassenen Lars Müller vor dem Heimspiel am Sonntag gegen die SpVgg. Erkenschwick (14.30 Uhr).

Allerdings hätte sich der bisherige Coach der Landesliga- Reserve, der bereits im Frühsommer 2011 für fünf Spiele für die Geschicke der ersten Mannschaft verantwortlich war, kaum einen stärkeren Gegner für seine Rückkehr nach „oben“ aussuchen können. Denn die Erkenschwicker hatten am vergangenen Sonntag mit einem 5:0-Triumph über Spitzenreiter SG Wattenscheid 09 für viel Furore gesorgt und wollen ihre starke Form auch am Sonntag beweisen. „Ob die Erkenschwicker nun ein schwerer oder leichter Gegner für uns sind, kann ich nach dem Spiel sagen. Wenn wir gewinnen, dann heißt es, es war ein perfekter Einstand. Wenn wir verlieren, wird man wohl sagen, der Gegner war zu hart für das erste Spiel unter meiner Regie“, meint der Coach, der aber vorsichtig zuversichtlich ist, dass seine neue Mannschaft ein Erfolgserlebnis feiern wird: „Jeder Einzelne ist jetzt gefordert. Es wird Sonntag wichtig sein, dass jeder zeigt, dass er punkten will.“

Dass die Mannschaft nach dem Trainerwechsel befreit aufspielen wird, das glaubt Heinze allerdings nicht. „Das Verhältnis zwischen den Spielern und dem Trainer war nicht zerrüttet. Ich denke vielmehr, dass sich jetzt keiner mehr hinter dem Coach verstecken kann. Und ich hoffe natürlich, dass ein neuer Mann immer etwas Schwung reinbringt.“

Dass sich unter seiner Regie etwas ändern wird, will Heinze bereits durch die Zusammenstellung des Kaders und der Anfangsformation signalisieren. Zwar wollte er gestern noch keine Namen nennen, doch kündigte er personelle Änderungen an. Mit Carsten Sichler, Ferhat Cerci, Daniel Schaffer und auch Rouven Meschede, der nach seinem Kurzeinsatz in Sprockhövel einen krankheitsbedingten Rückfall erlitten hat, stehen vier Stammspieler nicht zur Verfügung. Sam Salehi gehört nach seiner Weigerung, in der U 23- Mannschaft auzulaufen, nicht mehr dem Verein an. Und auch die Option, dass Lars Müller weiter für die HSV spielen wird, hat sich zerschlagen. Er den Verantwortlichen klar gemacht, dass er nach seiner Demission als Trainer auch als Akteur nicht mehr für die Hammer SpVg auflaufen wird. Dafür wird aber wohl der langzeitverletzte Michael Erzen wieder in Kader rutschen, vielleicht sogar in die Startformation.

Doch unabhängig von den personellen Änderungen hat Müller bereits klare Ziele vor Augen. So erwartet er von seiner Mannschaft große taktische Disziplin, er will sehen, dass sein Team aus der Defensive heraus fußballerische Lösungen findet, und er verlangt, dass seine Akteure auf und neben dem Platz einen großen Zusammenhalt zeigen. „Diese drei Dinge sind mir sehr wichtig. Aber das braucht Zeit. Daher ist es gut, dass wir in der nächsten Woche spielfrei haben“, sagt Heinze. Dass seine Änderungen von Erfolg gekrönt sind, hofft der neue Coach übrigens gleich in doppelter Hinsicht. Vor allem will er die Mannschaft in den vier bis zur Winterpause noch zu absolvierenden Spielen ein wenig aus dem Tabellenkeller führen. Zum anderen will er damit aber auch seine Arbeit ins rechte Licht rücken und würde sich sehr darüber freuen, wenn sein Engagement bei der Ersten nicht nur auf diese vier Partien beschränkt wäre, sondern er seine Arbeit im kommenden Jahr fortführen kann. „Ich hätte das ja schon vor eineinhalb Jahren gerne gemacht. Und auch der Verein konnte sich das damals vorstellen. Aber es passte bei mir beruflich nicht. Jetzt ist es aber eine andere Situation. Ich habe als Trainer persönliche Ziele, will gerne höher trainieren. Allerdings geht es jetzt erst einmal um die Mannschaft, um den Verein und darum, gute Ergebnisse zu holen. Alles andere wird sich ergeben“, stellt Heinze klar. –pad

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