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DFB-Pokal-Wettbewerbe

Späte Entscheidung

20140810 husenJochen Höfler trifft doppelt beim 4:2-Sieg in Husen-Kurl

Schlafmützigkeiten in der Defensive haben den Landesliga-Aufsteiger SC Husen-Kurl lange im Spiel gehalten. Emre Demir glich in der 28. Minute den Rückstand aus der 14. Minute aus. Torjäger Jochen Höfler brachte seine Mannen vier Minuten vor der Pause auf die Siegerstraße, doch nur sechzig Sekunden nach Wiederanpfiff konnte der Underdog wieder ausgleichen. Eine sehenswerte Eckenvariante schloss Michael Kaminski in der 55. Minute zur erneuten Führung ab. Aber erst Jochen Höflers zweiter Treffer des Tages brachte in der 80. Minute die Vorentscheidung.

HSV-Coach Goran Barjaktarevic hatte unter Berücksichtigung der fünf bekannten Ausfälle (Akdag, Khmiri, Özkaya, Kisyna und Grozdanic) das erwartete Personal in die Startelf berufen. Lediglich die junge Garde unter den Neuzugängen Niklas Rieker (20), Haris Kahric (19) und Jannik Prinz (18) nahm neben Keeper Manuel Lenz auf der Bank Platz. Die Formation 4-4-2 ohne einen gelernten defensiven Mittelfeldspieler führte Barjaktarevic auf den - erfolgreichen - taktischen Schachzug, den spielstarken Stürmer Seyit Ersoy auf die Sechserposition zu berufen. Der junge Emre Demir, der erst am Mittwoch sein Comeback gefeiert hatte, stürmte hängend neben Kapitän Jochen Höfler.

Von Beginn an zeigte sich, dass die HSVer gegenüber dem letztjährigen Dortmunder Bezirksligisten klare spielerische Vorteile besaßen. Schon in der 4. Minute hatte Jochen Höfler die Führung auf dem Fuß, als er nach einer abgewehrten Flanke von Dennis Jungk zur Schussgelegenheit kam. Doch der gegnerische Keeper Marc Wiegand war auf dem Posten. Ein Aussetzer in der Defensive lud die Gastgeber in der 14. Minute zur Führung ein. HSV-Keeper Trifon Gioudas wollte einen Konter mit einem schnellen Abwurf auf Seyit Ersoy einleiten. SCH-Angreifer Tim Heptner war zur Stelle, fing den Ball ab und suchte den Abschluss. Gioudas konnte den satten Schuss nur zur Mitte ablenken, wo Yassir Mhani goldrichtig stand und zur Führung abstaubte.

Ungeschockt nahm die HSV-Offensive zahlreiche neue Anläufe auf den gegnerischen Kasten. Emre Demir scheiterte an Wiegand (22.) und der stets präsente Semih Yigit zielte nur knapp am rechten Pfosten vorbei (24.). Seyit Ersoy auf seiner neuen Position leitete in der 28. Minute den hochverdienten Ausgleich ein. Er ließ im Mittelfeld einige Gegner stehen und steckte spielstark zu Jochen Höfler auf der rechten Seite durch. Höfler trat an und passte mit viel Übersicht zu Emre Demir am langen Pfosten, der nur noch einschieben musste.

Fast im Minutentakt folgten weitere hochkarätige Torchancen. Dennis Jungks angeschnittener Schuss segelte nur knapp am linken Pfosten vorbei (29.), Semih Yigit mit einer tollen Einzelaktion traf von der Strafraumgrenze nur die Latte (31.) und Jochen Höfler und Dennis Jungk scheiterten beide freistehend am heute sehr gut aufgelegten SCH-Torwart Wiegand (32./35.). Die Führung sollte erst in der 41. Minute folgen. Nach einer Traumkombination im Mittelfeld zog Dennis Jungk bis zur Grundlinie, sein Pass in die Mitte musste Jochen Höfler nur noch über die Linie drücken.

Wer jetzt dachte, dass die Pausenführung mehr Konzentration in die selten geforderte HSV-Defensive brachte, war falsch gewickelt. Nur sechzig Sekunden nach Wiederanpfiff war Tiefschlaf angesagt. Eine Flanke von der linken Seite verwandelte Tim Heptner zum 2:2. Die Hammer SpVg ließ sich jedoch auch vom zweiten völlig unnötigen Gegentreffer nicht beirren und kam in der 55. Minute nach einer sehenswerten Eckenvariante zum Ausgleich. Semih Yigit führte den Eckball von der rechten Seite kurz aus, Dennis Jungk flankte an die Grundlinie am langen Pfosten, von wo Damir Kurtovic die Kugel per Kopf in die Mitte beförderte. Dort war Michael Kaminski zur Stelle und brachte die HSV erneut in Führung.

Der SC Husen-Kurl gab nicht auf, doch nur mit eigenen Mitteln sollte am heutigen Tage kein Treffer herausspringen. Da die Mannen von Coach Goran Barjaktarevic es jedoch verpassten, das Spiel zu entscheiden, u. a. Jochen Höfler wieder mal frei vor Wiegand in der 62. Minute, dauerte es bis zehn Minuten vor Spielschluss, bis Höfler endlich wieder seine Arme in die Höhe recken durfte. Mit Jannik Prinz für Emre Demir und Niklas Rieker für Seyit Ersoy hatte Barjaktarevic inzwischen zwei frische Kräft gebracht. Und Letztgenannter war es, der von der rechten Seite einen scharfen, flachen Pass vor das Tor zog und Höfler endlich zu seinem mehr als verdienten zweiten Treffer des Tages kam. Linksverteidiger Haris Kahric nahm daraufhin noch Michael Kaminskis Posten ein. Die fair geführte Partie war entschieden, der Unparteiische Jonas Seeland pfiff  überpünktlich ab.

'Am 17. September 2014 wird die 2. Runde im Westfalenpokal ausgetragen. Der Gegner wird erst am 2. September 2014 zwischen dem Landesligisten SC Obersprockhövel und dem Drittligisten SC Preußen Münster ermittelt. Vorerst gilt das Hauptaugenmerk auf den Oberliga-Saisonstart am kommenden Freitag beim SV Lippstadt 08. - sb

SC Husen-Kurl – Hammer SpVg 2:4 (1:2)
Husen: Wiegand – Hermann, P., Hermann, F., Buchbinder, Timm (86. Grimaldi), Müller, Burgemeister (82. Rodriques Dos Santos), Weidemann (90. Wrede), Heptner, Mhani, Holtmann
HSV: Gioudas – Jungk, Grembowietz, Kurtovic, Kaminski (82. Kahric) – Preissing, Ersoy (73. Rieker), Sarisoy, Yigit – Demir (73. Prinz), Höfler
Tore: 1:0 Mhani (14.), 1:1 Demir (28., Vorlage Höfler), 1:2 Höfler (41., Vorlage Jungk), 2:2 Heptner (46.), 2:3 Kaminski (55., Vorlage Kurtovic), 2:4 Höfler (80., Vorlage Rieker)
Gelbe Karten: Weidemann - Kurtovic

Schiedsrichter: Jonas Seeland
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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