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DFB-Pokal-Wettbewerbe

Großen Kampf geboten

0:3-Niederlage gegen den SC Preußen Münster durch späte Tore

65 Minuten konnten die Mannen von HSV-Coach Goran Barjaktarevic das ungleiche Duell gegen den Drittligisten SC Preußen Münster offen gestalten. Ein 25-Meter-Gewaltschuss durch Gästekapitän Dominik Schmidt leitete jedoch in der 66. Minute die Niederlage ein, nur sechs Minuten stand erneut Schmidt nach einer Flanke goldrichtig und erhöhte per Kopf auf 2:0. SCP-Stürmer Rogier Krohne stellte mit einem Elfmetertor in der 83. Minute den Endstand her, nachdem er in der 41. Minute vom Punkt noch an HSV-Keeper Manuel Lenz gescheitert war.

Das Verletzungspech blieb auch am gestrigen Tage der Hammer SpVg treu. Rechtsverteidiger Dennis Jungk verletzte sich beim Warmmachen, so dass Niklas Rieker in die Startaufstellung rutschte und den Platz in der Innenverteidigung neben Abwehrchef Jens Grembowietz einnahm. Damir Kurtovic lief dafür auf Jungks Position auf, die restliche Startformation blieb zum vergangenen 3:0-Auswärtssieg in Bielefeld unverändert. SCP-Coach Ralf Loose bot seine Bestbesetzung auf, die zuletzt im 3.-Liga-Spitzenspiel ein 1:1 gegen die Stuttgarter Kickers errungen hatte. Lediglich Stammkeeper Daniel Masuch fiel bekanntlich verletzungsbedingt aus und wurde durch Maximilian Schulze Niehues ersetzt und Julian Riedel lief für Linksverteidiger Fabian Hergesell auf.

Die Hammer SpVg konnte zehn Minuten lang die Partie offen gestalten, ohne in Bedrängnis zu geraten, bevor der Favorit mehr und mehr das Kommando übernahm. Insbesondere Rechtsaußen Benjamin Siegert beschäftigte Semih Yigit des öfteren, der dank seiner Beweglich- und Schnelligkeit aber gut dagegen halten konnte. Ein schnell ausgeführter Freistoß von Amaury Bischoff sorgte für die erste hundertprozentige Kopfballchance durch Erik Zenga, die Kugel strich jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei (15.). Wenige Minuten später mussten Jens Grembowietz und Niklas Rieker sich in immens gefährliche Torschüsse innerhalb des Strafraums werfen, um das Gegentor zu verhindern (19.).

Es folgten die besten Offensivaktionen der Gastgeber: Semih Yigit entwischte auf linksaußen seinem Gegenspieler, doch bei seinem Torschuss auf das kurze Eck war SCP-Keeper Maximilian Schulze Niehues auf dem Posten (21.). Vier Minuten später war es eine Dreifachchance, an deren Ende die Kugel von Seyit Ersoy nur knapp neben das Tor befördert wurde.

Der SCP blieb spielbestimmend und war durch zahlreiche Ecken gefährlich. Die größte Gelegenheit bot sich Aktivposten Benjamin Siegert in der 34. Minute, als sein Schuss aus 15 Metern jedoch den Kasten verfehlte. Sechs Minuten später holte Siegert gegen Semih Yigit einen diskutablen Elfmeter heraus, als er im Zweikampf zu Boden ging. Mesut Özkaya holte sich nach Diskussionen den gelben Karton ab, Keeper Manuel Lenz blieb hochkonzentriert und wehrte den von Rogier Krohne geschossenen Elfmeter ab. 

Torlos und ohne Wechsel ging es vor einer großartigen Kulisse von 1600 zahlenden Zuschauern in der EVORA-Arena in die zweite Spielhälfte, in der der SCP weitere Ecken ungenutzt ließ und Serafettin Sarisoys Fernschuss und die darauf folgende Ecke auf heimischer Seite die einzig größere Torgelegenheit blieb (51.). Ex-HSVer Mehmet Kara hatte in der 58. Minute die Riesenchance zur Gästeführung, doch aus kurzer Entfernung blieb Torwart Lenz der Sieger.

Die letzte halbe Stunde brach an, als Barjaktarevic als Vorsichtsmaßnahme Damir Kurtovic vom Platz nehmen musste, um keine größere Muskelverletzung zu riskieren. Nach Jungks Ausfall zu Beginn stand keine weitere Defensivkraft zur Verfügung, so dass Emre Demir seinen Platz einnahm. Die Viererkette musste also abermals umgestellt werden, Ferhat Cerci rückte in die linke Verteidigung zurück, Semih Yigit wechselte auf die rechte Seite.

Mehmet Kara (64.) und Kevin Schöneberg (65.) leiteten mit ihren Torabschlüssen die Schlussoffensive der Gäste ein, in deren Anschluss Dominik Schmidt sich aus ca. 25 Metern ein Herz fasste und das Leder humorlos unhaltbar für Lenz in den Winkel drosch (66.). Mit der Führung im Rücken holte sich der haushohe Favorit noch einen standesgemäßen 3:0-Sieg. Nachdem Schmidt in der 70. Minuten eine Freistoßgranate abließ, köpfte er eine Minute später zur vorentscheidenden 2:0-Führung ein. Sieben Minuten vor dem Spielende machte Rogier Krohne seinen Fehlschuss der ersten Halbzeit wett, als er erneut zum Foulelfmeter antrat und dieses Mal souverän verwandelte.

„Wir haben alles versucht, was in unserer Macht steht und 60 Minuten dagegengehalten. Dann habe man gesehen, dass die Münsteraner nicht zu Unrecht auf einem Aufstiegsplatz stehen“, sah Barjaktarevic eine sehr gute Leistung seines Teams, das sich mehr als gut gegen einen Zweitligaanwärter verkauft und wichtiges Selbstvertrauen für die kommenden schweren Aufgaben in der Oberliga Westfalen getankt hat. Am kommenden Samstag ist um 14.30 Uhr der FC Eintracht Rheine in der EVORA-Arena zu Gast. sb

2. Runde Westfalenpokal 2014/2015
Hammer SpVg - SC Preußen Münster 0:3 (0:0)
HSV: Lenz - Kurtovic (61. Demir), Rieker, Grembowietz, Yigit -  Khmiri, Özkaya - Ersoy (69. Prinz), Sarisoy, Cerci - Höfler (81. Markwald)
Münster: Schulze Niehues - Schöneberg, Schmidt (76. Scherder), Heitmeier, Hergesell - Bischoff (76. Truckenbrod), Zenga - Siegert (76. Amachaibou), Piossek, Kara - Krohne
Tore: 0:1 Schmidt (65.), 0:2 Schmidt (71.), 0:3 Krohne (83.)
Zuschauer: 1600
Schiedsrichter: Benjamin Schäfer
Bes. Vorkommnisse: Lenz hält Foulelfmeter von Krohne (41.)
Gelbe Karten: Özkaya, Cerci, Ersoy - Schmidt

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