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Turniere der Hammer Spielvereinigung

Nur vier Stunden Schlaf

32. Internationales Pfingstturnier mit 72 Teams

2009Pfingstturnier Organisatoren müssen an den vier Tagen rund 1000 Kicker betreuen
HAMM • Einer Erfrischung im benachbarten Maximare wären die kleinen und großen Teilnehmer des von der Hammer SpVg durchgeführten internationalen Pfingstturniers in der Evora Arena sicher nicht abgeneigt gewesen. Bei sommerlichen 25 Grad hatte die Jugendabteilung der HSV zum 32. Mal zu der Veranstaltung von Freitag bis Montag geladen. Rund 1000 Aktive aus 72 Vereinen kämpften an den vier Tagen auf dem Rasen im Hammer Osten.

Was sich viele Zuschauer aber wohl nicht vorstellen können, ist der immense Aufwand, der hinter so einer Veranstaltung steht. „Da muss schon Monate vorher geplant werden“, sagt Sven Heinze, Sportlicher Leiter der Jugendabteilung und Mitglied im Organisations-Team.

„Die Vereine müssen angeschrieben werden, die Plakatierung darf nicht fehlen, und die Stadt muss das Okay in rechtlichen Fragen wie Lärmbelästigung geben.“ 2009C-Jugend

Da nicht nur Vereine aus NRW und Deutschland, sondern aus Großbritannien, Polen und den Niederlanden an dem Turnier teilnehmen, müsse auch deren Unterbringung und Verpflegung geplant werden. „Die jüngeren Mannschaften aus England sind für die Zeit der Veranstaltung in den Familien unseres Nachwuchses untergebracht“, erklärt Heinze. „Das beruht auf Gegenseitigkeit, zu Ostern besuchen wir die Engländer und sind da dann auch in Privathäusern untergebracht.“ Die erfahreneren Spieler, wie etwa die Alte Herren-Mannschaften aus Kopenhagen, Bradford oder dem holländischen Ostrabeke, organisieren ihren Aufenthalt in Eigenregie mit Hotel- und Herbergszimmern.

An den Turniertagen bleibt den Veranstaltern selten Zeit zum Durchatmen. „Es ist ein richtiger 20-Stunden-Job“, so Heinze. „Letzte Nacht hatte ich nur gut vier Stunden Schlaf.“ Doch das nehme das Orga-Team gerne auf sich. „Gerade für die Jüngsten ist das Pfingstturnier immer etwas Besonderes. Sie sind stolz, wenn sie mal wie die ‚Großen‘ auf dem Hauptplatz kicken dürfen.“

Nicht zuletzt komme das Pfingstturnier den Kindermannschaften selbst zu Gute. „Die gesamten Einnahmen fließen in die Jugendabteilung. So können wir etwa neue Ausrüstung wie Bälle und Ähnliches besorgen.“

2009B-Jugend

Doch auch mit jeder Menge Motivation und Elan sei das verantwortliche Team um Dirk Stichtmann (Abteilungsleiter), Robin Berghaus (Stellvertreter), Thomas Trahe (Geschäftsführer), Christian Oles (sportlicher Leiter) und Heinze dennoch auf viele freiwillige Helfer angewiesen. „Das sind Eltern und Geschwister von HSV-Spielern oder auch Vereinstreue“, benennt Heinze die „fleißigen Hände“. So kümmern sich die 150 Ehrenamtlichen etwa um den Verkauf von Kuchen und Kaffee, das Aufräumen und Säubern der Anlagen oder den Tombolastand. Auch die Jüngsten packen dabei kräftig mit an. So wie Hicham und Domenik, die stolz die Wertkarten-Vergabe überwachen. „Wir haben gestern schon gespielt, aber Helfen macht auch Spaß“, versichern die beiden zwölfjährigen HSV-Kicker.

Doch vor allem haben Eltern und Geschwister an diesen vier Tagen eine ganz bestimmte Aufgabe: anfeuern. Mit Picknickkorb und reichlich Sonnencreme haben es sich die Familien am Spielfeldrand gemütlich gemacht, um ihre Schützlinge lautstark zu unterstützen. So auch Alina, die mit bunter Sonnenbrille und Luftballon ausgerüstet ihrem großen Bruder helfen will. „Wenn ich für ihn singe und rufe, dann gewinnt er heute ganz bestimmt“, ist sich die fünfjährige Hammerin sicher.

Nach den zahlreichen Begegnungen – von denen das AH-Spiel (Sieger: SV Westfalia Rhynern) um den Jürgen-Graef-Gedächtnispokal und die Partien der C-Junioren (HSV) um den Wanderpokal besonders aufmerksam verfolgt wurden – bot sich den Besuchern ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Livemusik von „Chess und Ladies“ und „Return“ bei Bier und Würstchen unterm wetterfesten Großzelt.

Die Organisatoren ziehen eine durchweg positive Bilanz vom 32. Internationalen Pfingstturnier, das seine erste Auflage 1978 im Jahr des 75. Jubiläums der HSV fand.

2009AlteHerren

„Es ist immer wieder schön, egal ob mit neuen Teilnehmern oder ‚alten Hasen‘“, sagt Heinze mit Blick auf die Teams aus Hamm, NRW, Deutschland und Europa. „Manche waren schon vor 20 Jahren dabei, andere feiern heute Premiere.“ Der Kontakt zu den Mannschaften beruhe hauptsächlich auf den partnerstädtischen Beziehungen wie etwa mit dem britischen Bradford. Doch nicht nur die schon traditionellen Begegnungen mit alten Freunden, sondern vor allem die Zusagen von neuen Gegnern seien immer wieder Balsam für die Seele. „Das zeigt uns doch, dass der HSV inzwischen einen gewissen Ruf in NRW hat“, zeigt sich Heinze zufrieden. vw

Quelle: Westfälischer Anzeiger

 

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