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Die Hammer Spielvereinigung 03/04 e.V.

Westdeutscher Fußballverband hebt Urteil gegen die Hammer Spielvereinigung auf

wflv logoFreispruch im Berufungsverfahren – Keinerlei Vorwurf an die beteiligten Vereine

Anfang November 2017 hatte sich die Hammer Spielvereinigung vor der Verbandsspruch-kammer des Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen e. V. (FLVW) in Kamen wegen des Verdachts des unsportlichen Verhaltens ihrer Anhänger beim Meisterschaftsspiel vom 15.10.2017 beim SV Lippstadt 08 zu verantworten. Im Ergebnis sprach die Kammer eine Kollektiv-Bestrafung des Vereins aus, die von der HSV nicht hingenommen werden konnte.

In der Berufungsverhandlung der nächsthöheren Sportrechtsinstanz am 7. Februar 2018 in Duisburg wurden die Geschehnisse von Vertretern der HSV, des SV Lippstadt, der Polizei, dem Sicherheitsdienst, dem Schiedsrichter und dem Juristen Horst Kletke als Bevollmächtigtem der HSV erstmals eingehend und vollumfänglich erörtert. Nach mehr als zwei Stunden Beweisaufnahme und Verhandlung stand dann das Ergebnis fest, welches von der HSV mit Erleichterung, aber durchaus auch einer gewissen Genugtuung zur Kenntnis genommen wird:

Das Urteil der Vorinstanz ist aufgehoben, die bereits gezahlte Geldstrafe ist zu erstatten, die Verfahrenskosten trägt der WDFV und die Entscheidung ist unanfechtbar.

Mitte Oktober war es beim Auswärtsspiel der Hammer SpVg beim SV Lippstadt zu Anfeindungen zwischen Lippstädter Anhängern und einer Gruppe von mutmaßlich Rechten gekommen, die sich bei der Anreise unter die Fans der Hammer Spielvereinigung gemischt hatten. Neben Schmähgesängen beider Seiten und deutlichen Bannern im Lippstädter Block, wurden von besagter Gruppierung im Gästeblock Reichsflaggen in Richtung des Lippstädter Blocks gehalten. Im Spielbericht des Schiedsrichters war allerdings von „Reichskriegsflaggen“ die Rede. Reichsflaggen hingegen sind zwar zweifellos Ausdruck einer politischen Gesinnung, jedoch, anders als Kriegsflaggen des Dritten Reiches mit Hakenkreuz, nicht verboten und waren daher von Sicherheitsdienst und Polizei bei den Einlasskontrollen nicht zu beanstanden. Dennoch geriet die Hammer Spielvereinigung in der Folge durch die intensive Berichterstattung der lokalen Presse unter massiven Druck, der sich primär gegen diejenigen Verantwortlichen der HSV richtete, die sich der gegebenen Problematik offen und offensiv gestellt und ihre echten Fans auf der Anfahrt zum Spiel im Bus begleitet hatten.

Wie schon die Abteilungsversammlung der Hammer Spielvereinigung am 24. Oktober 2017 nach erfolgter Aussprache über die Geschehnisse mit ihrer einstimmigen Entlastung und anschließenden Neuwahl des Abteilungsvorstandes, kam nun also auch das Verbandsgericht des WDFV unter dem Vorsitzenden Heinz-Hubert Werker zu der Überzeugung, dass der Hammer Spielvereinigung wegen der Geschehnisse keinerlei Vorwurf zu machen ist. Die Hammer Spielvereinigung, der SV Lippstadt und die Ordnungsbehörden haben vielmehr im Vorfeld und während der Partie vorbildlich kooperiert.

Gleichwohl wird sich die HSV nicht auf diesem wichtigen Teilerfolg ausruhen, sondern weiterhin mit aller zur Verfügung stehenden Kraft dafür arbeiten, dass ihre sportliche Bühne nicht für weltanschauliche Botschaften jeglicher Art missbraucht wird.
 

HSV-Stadionmagazin

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